Autorenarchiv

Fröhliches Dingsbumms …

Donnerstag, 24. Dezember 2009 | Autor: Roger B. Nigk

… euch allen!

Die Nigks feiern natürlich auch dieses Jahr nicht. Sogar die Weihnachtspalme wurde weggeworfen. Mir geht’s noch schlecht, aber schon ein klein wenig besser. Wenn ich mein Fieber so weit gesenkt habe, dass ich wieder halbwegs klar denken kann, schreib ich wieder was. In diesem Sinne …

… schlachtet mich jemand … BITTE!

Thema: Allgemein | 2 Kommentare

Muskelfaserfurz

Sonntag, 20. Dezember 2009 | Autor: Roger B. Nigk

Sitz gerade vorm Laptop mit einem Muskelfaserriss im Bauch. Und es ist nicht so ein Nadelstichschmerz-Muskelfaserriss (warum muss ich gerade an dieses brasilianische Baby denken in dem man mehr als 40 Nadeln gefunden hat?), sondern dieser Messer-rein-und-rumdreh-FSK-18-Schmerz. Dieser Schmerz im Bauch bei dem man die Beine nur zehn Zentimeter vom Boden heben kann. Der Schmerz bei dem man gleichzeitig schreit wenn man hustet. Der Schmerz eines Muskelfaserrisses bei dem man Fieber und Kopfweh bekommt und bei dem man leicht friert.
Gerade war ich draußen. Scheiße hab ich gezittert. Mein Bauch war total verhärtet und das hat echt scheiß weh getan. Ich bin wie ein abgefuckter Drücker in geduckter Haltung durch die Straßen gehumpelt. Aber ich bin ja hart im Nehmen, yeah. Das bisschen Aua …

Wenn ich nur mal richtig scheißen könnten würd’s mir ein bisschen besser gehen.


Eine Freundin ging mit dem Gitarristen in die Schule. Ich muss das immer jedem verzählen. ^^

Thema: Musik, Weichei-Wehwehchen | 2 Kommentare

Freitag, 11. Dezember 2009 | Autor: Roger B. Nigk

Euer Lieblingsarschloch ist zurück. Das waren jetzt die letzten fünf Tage bis Mitte Januar. Zu erzählen gibt es:

Nichts.

Neue Erkenntnisse:

Keine. Menschen gehen mir immer noch gehörig auf die Eier.

Wollte nur bescheid geben, dass ich wieder zuhause erreichbar bin. Im Stress.

Thema: Allgemein | 2 Kommentare

EVA-Prinzip

Sonntag, 6. Dezember 2009 | Autor: Roger B. Nigk

Gerade befasse ich mich beruflich mit dem EVA-Prinzip in der Datenverarbeitung (haha nein, wirklich). Dabei kommt mir das gleichnamige Buch von Eva Herman in den Sinn. Um ehrlich zu sein, damals ging mir diese ganze Kontroverse extrem am Popo vorbei. Inzwischen habe ich mich aus eigenen Stücken ein bisschen mit diesem Mann/Frau-Ding beschäftigt und ich finde, dass die Zeit reif ist, mir ihr Buch zuzulegen. Inzwischen bin ich auch ein bisschen schlauer geworden, was die Medien anbelangt. Ich hatte die Möglichkeit hinter die Kulissen zu schauen. Ich meine zu wissen, weshalb die Medien so oder so reagieren. Und ich weiß wie man sich den Arsch aufreißen muss, um den beruflichen Erfolg einer Eva Herman zu erreichen, den sie vor dieser Hardcore-feministischen Hetzkampagne zweifellos inne hatte. Man reißt Statements aus dem Zusammenhang und schon brennt die Lunte. Wie in der Politik. Niemand interessiert sich mehr für Hintergründe. Jeder kratzt sich nur das Salz von der informativen Oberfläche, um sich sein persönliches Meinungssüppchen zu kochen, das am Ende nach Kochsalzlösung schmeckt. Wenn ihr 9 Minuten Zeit habt, zieht euch mal das hier rein. Wenn nicht, überspringt es.

Als Eva bei Kerner war, hätte ich ihr die Eloquenz (oder das Speed) eines Niels Ruf gewünscht. Unvergessen sein Auftritt bei “Das schwarze Schaf” (Part 1.1, Part 1.2, Part 1.3, Part 2.1, Part 2.2, Part 2.3, Part 3). Hab ich eigentlich schonmal erwähnt wie lange ich jetzt schon unglücklich in Alexa Hennig von Lange verliebt bin? Liebe ist Selbstmord …

… und wenn ich rausfinde das Niels nach der Show mit ihr gevögelt hat, werde ich ihm die Eier abschneiden. Mit der Pediküren-Schere meiner fetten Alkoholiker-Nachbarin.

Thema: Allgemein | 7 Kommentare

Fünf Tage und was?

Samstag, 5. Dezember 2009 | Autor: Roger B. Nigk

Blog-Beitrag für Insider:

Bin wieder zurück. Das Wetter war diesmal ein bisschen frostiger, der Essensraum voller und lauter, dafür habe ich aber ein besseres Zimmer und wieder ein paar nette Bekanntschaften gemacht. Großartiges zu erzählen gibt es nichts. Diese Losgelöstheit vom Internet und eine daraus resultierende Onanie-Abstinenz hat mir mal wieder kurzzeitig die Augen geöffnet, damit die Realität ihren Samen in meine Augenhöhlen schießen kann.

Männer dieser Welt, hört verdammt nochmal auf mit dieser Wichserei! Ihr verschwendet Ressourcen, Energie und Zeit! Und hört auf viele Frauen zu treffen! Das verschwendet Ressourcen, Energie und Zeit! Natürlich habe ich mich mit ein paar Weibchen vergnügt, nur hat es diesmal irgendwann Klick gemacht. Muss ich mein Ego damit streicheln, indem ich mit attraktiven Frauen in Kontakt trete und es bis zu einem gewissen Punkt – der an dem ich weiß “Ha, sie ist schon bereit für eine Entführung auf mein Zimmer” – zu eskalieren?

In meiner Teenagerzeit war ich nie sonderlich erfolgreich bei Frauen. Ich hatte Chancen mit wundervollen Mädchen zusammenzukommen, aber soziale Limitierungen, selbst auferlegte Ängste, Zwänge, Selbsthass, Selbstzweifel und Handlungsdruck umwickelten meine Testikel mit Stacheldraht, sodass ich nichts anderes konnte als mich kurz vor dem Kuss in einer zitternden Embryostellung auf dem Boden zu wälzen. Wie gesagt, ich war nie sonderlich erfolgreich. Jetzt bin ich älter, ein bisscher weiser und erfahrener. Ich kann ich sein und dadurch Menschen in meinen Bann ziehen. Ich kann böse manipulieren wenn es sein muss, doch das muss ich nicht. Ich kann mein Leben leben ohne es von weiblicher Bestätigung abhängig zu machen. Kann ich? Nein, kann ich immer noch nicht ganz. Ich brauche manchmal die Bestätigung, dass ich begehrt werde. Ist das nicht bescheuert? Streckenweise bin ich vollkommen losgelöst von Frauen, nämlich dann, wenn ich mich meinem persönlichen Lebensziel zuwende. Solche Ausflüge wie ich ihn diese Woche hatte, halten mich allerdings von meinem Lebensziel fern, sodass mir langweilig wird. Ziemlich langweilig. Ich gehe raus auf den Flur, gehe ein bisschen spazieren, sehe etwas das mir gefällt und los geht’s. Ich analysiere. Aussehen, Körpersprache, Worte, Reaktionen. Erste Berührungen. Ein paar Geschichten. Ich werde gegrüßt, stelle ihr Freunde vor. Ich demonstriere aktiv einen hohen sozialen Status. Ich berühre Sie wieder. Ich stelle mich auf sie ein, baue Rapport auf. Irgendwann breche ich den Rapport. Sie läuft mir hinterher. Weitere Geschichten. Ich isoliere. Sie klebt an mir. Ich bin der billige Fliegen-Klebestreifen der ihr Herz nicht mehr wegflattern lässt. Ich flirte ohne verliebt zu sein.

Warum mache ich das? Wie erbärmlich das ist! Normalerweise bin ich ein sehr umgänglicher Mensch. Ich liebe es neue Leute kennenzulernen. Und ich liebe Frauen. Vieles ergibt sich einfach von allein, ohne großes Zutun. Diese Woche habe ich es darauf angelegt. Ich vereinnahme eine Frau und fühle selbst nichts. Nur für’s Ego will ich mir sagen können: “Ja, Roger, du hast es noch drauf. Du bist es!” Was ein Scheiß. Ich werde soetwas nie mehr tun. Wenigstens bin ich kein Arschloch das Frauen konsumiert. Mit mir hat man eine schöne Zeit und ich bin einfühlsam genug, es angenehm enden zu lassen. NIE MEHR möchte ich ab jetzt eine Frau verführen, nur um mir selbst etwas zu beweisen. Es fühlt sich falsch an, so als würde ich aus meinem eigenen Körper schlüpfen und zum Zuschauer meiner persönlichen alten “Masche” werden. Ich verliebe mich sehr schwer. Nach meiner Trennung von ihr im Mai scheint mir das bis jetzt nochmal bestätigt.

Als ich im Fernsehzimmer des Erdgeschosses saß und über mich nachdachte, griff ich spontan nach einem Buch, das mir schon bei meinem letzten Aufenthalt dort auffiel. Es enthält ein Gedicht von Erich Kästner. Wer mich kennt könnte wissen, dass ich Erich Kästners Gedichte sehr liebe. Es heißt “Ein Mann gibt Auskunft”.

“Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
Du wusstest, was ich wollte – stets und gehst.
Ich wünschte zwar, ich könnte dir’s erklären,
Und wünschte doch, dass du mich nicht verstehst.

Ich riet dir manchmal, dich von mir zu trennen,
Und danke dir, dass du bis heute bliebst.
Du kanntest mich und lerntest mich nicht kennen.
Ich hatte Angst vor dir, weil du mich liebst.

Du denkst vielleicht, ich hätte dich betrogen.
Du denkst bestimmt, ich wäre nicht wie einst.
Und dabei habe ich dich nie belogen!
Wenn du auch weinst.

Du zürntest manchmal über meine Kühle.
Ich muss dir sagen: Damals warst du klug.
Ich hatte stets die nämlichen Gefühle.
Sie waren aber niemals stark genug.

Du denkst: das klingt, als wollte ich mich loben
Und stünde stolz auf einer Art Podest.
Ich stand nur fern von dir. Ich stand nicht oben.
Du bist mir böse, weil du mich verlässt.

Es gibt auch and’re, die wie ich empfinden.
Wir sind um so viel ärmer, als ihr seid.
Wir suchen nicht, wir lassen uns bloß finden.
Wenn wir euch leiden sehen, packt uns der Neid.

Ihr habt es gut. Denn ihr dürft alles fühlen.
Und wenn ihr trauert, drückt uns nur der Schuh.
Ach, unsre Seelen sitzen wie auf Stühlen
Und sehn der Liebe zu.

Ich hatte Furcht vor dir, du stelltest Fragen.
Ich brauchte dich und tat dir doch nur weh.
Du wusstest Antwort. Sollte ich denn sagen:
“Geh!”

Es ist bequem mit Worten zu erklären.
Ich tu es nur, weil du es so verlangst.
Das Jahr war schön und wird nicht wiederkehren.
Und wer kommt nun? Leb wohl! Ich habe Angst.”

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Fünf Tage

Sonntag, 29. November 2009 | Autor: Roger B. Nigk

Ein fünftägiges Glücksgefühl reicht aus um dich ins Grab zu bringen. Ich werde es wagen. Fünf Tage vom Gück zerfickt. Komplett offline zu sein, wird mir dabei helfen. In diesem Sinne …

Man sieht sich Samstag in der Hölle. :)

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23 Uhr und der Himmel ist blau

Freitag, 27. November 2009 | Autor: Roger B. Nigk

Vielleicht dresch ich jetzt profane Phrasen die jeder schon kennt. Vielleicht. Trotzdem will ich sie jetzt loswerden.

Was ist Glück und warum will es jeder? Ich weiß nicht was Glück ist und ich weiß auch nicht warum ich danach strebe. Kann man ein richtiges Glücksgefühl überhaupt aushalten? Drei Tage und man muss in die Irrenanstalt, fünf Tage und man stirbt an plötzlichem Herzversagen. Wenn jeder für sich selbst sein eigenes persönliches Glück definiert, warum kann er nicht sehen, dass dieses Glück an einer vor ihm baumelnden Schnur befestigt wurde, eine Schnur, die an einem Stock hängt, ein Stock, der ihm durch die Schädeldecke gewachsen ist.

Nur Masochisten streben nach Glück! Ich bin kein Masochist, meistens jedenfalls. Ich bin auch nicht harmoniesüchtig. Nicht mehr. Scheiß auf Harmonie! Ich brauch das Gute und Böse in und an mir. Das einzige was ich sein möchte ist zufrieden. Danach sollte jeder von uns streben, nach Zufriedenheit. Und das ist wirklich nicht schwer diesen Zustand zu erreichen, lernt man, sich auch über kleine Dinge zu freuen. Nicht jeder Tag wird der schönste eures Lebens, aber es sind Tage an denen ihr sagen werdet: “Ich fühle mich wohl in meiner Haut. Ich kann in die Tiefe meiner Selbst hineinhören und mich am Klang meiner inneren Spieluhr erfreuen. Ich kann meine Ohren für alles öffnen was auf mich einprasselt und voll Liebe meine Arme für eine Umarmung offen halten, komme wer will. Ich kann mich fallen lassen und dem Tod dabei ins Auge lachen. Ich kann zufrieden mit mir sein.”

Ich kann mich morgen von einem liebevollen Menschen verabschieden, ihn vielleicht nie wieder in meinem ganzen Leben sehen, aber mich doch durch die Erinnerung an ihn, für eine lange Zeit begleitet fühlen. Ich wünsche dir alles Gute.

Wir tragen das Glück, das wir unser ganzes Leben lang suchten, schon die ganze Zeit in uns und waren nur zu verblendet um es zu sehen.”

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Weil’s inzwischen alle drei Wochen bei mir passiert …

Dienstag, 24. November 2009 | Autor: Roger B. Nigk

… hier ein kleiner Blog-Beitrag dazu.

Im Internet gibt es eine an dieser Stelle nicht näher beworbene Seite, durch die man online Telefonstreiche machen kann. Lustig. Man sucht sich ein Szenario aus, z. B. Nutte will ihr Geld, ruft über die Internetseite jemanden an und kann per Mausklick verschiedene vorgefertigte Satzbausteine erklingen lassen. So sagt die Nutte “Hallo, ich bin Chantal.” und wenn der Angerufene sagt “Kenn ich nicht.” lässt man Chantal sagen “Doch, du kennst mich” usw. Ihr versteht schon wie’s gemeint ist. Bezahlt man nun Geld für den Scheiß, hat man Zugriff auf mehrere Szenarien, kann die Telefonanrufe mitschneiden und sich als MP3 runterladen. Mitschneiden geht ohne große Probleme auch so (durch externes Routing, DirectWire etc), nur sind die Telefonanrufe zeitlich begrenzt, wenn man nichts dafür ausgeben will. Um anderen auf den Sack zu gehen, reicht die Zeitspanne allerdings vollkommen aus.
Jetzt greifen einige Vollidioten auf diesen Spaß zurück, nehmen die Telefonanrufe auf und laden es auf YouTube oder sonstwo hoch. Naja, nicht so schlimm, könnte man meinen. Nur, jetzt gibt es in manchen Szenarien den Satzbaustein, der sinngemäß lautet “Aber das ist doch ihre Nummer, oder?” und dann klickt man auf die Ziffern 0 bis 9. Jetzt hört schlimmstenfalls jeder Wichser, der das auf YouTube sieht, den Namen des Angerufenen (in Deutschland meldet man sich ja höflich mit dem Nachnamen, nicht wahr?) und dessen Telefonnummer. Und wer weiß was die Betreiber der Seite noch so mit den Telefonaten machen, die sie ja sicherlich auch selbst mitschneiden. Vielleicht auswerten und empfindliche Daten teuer weiterverkaufen? Who gives a shit. Ich mach das jedenfalls schon immer am Telefon so:
Nennt mich paranoid, aber ich melde mich nie mit meinem Namen. Bei mir gibt es oft nur ein “Ja?” oder “Was gibt’s?” oder selten “Hallo.” Werde ich jetzt gefragt wer dran sei, frage ich “Wen wollen Sie denn sprechen?” Wird mir das nicht gesagt, gibt es für mich keinen Grund das Telefonat fortzuführen und ich beende das ganze freundlich. Bin ich nicht der gesuchte Ansprechpartner, sage ich “Tut mir Leid, da haben Sie sich verwählt.” und bin ich der Ansprechpartner sage ich “Um es vorweg zu nehmen, was auch immer Ihnen passiert ist, das war mein böser Zwilling.” Der Anrufer ist ja ohnehin schon im Vorteil, da er meine Nummer weiß. Vielleicht noch auf dasoertliche.de danach suchen und man hat die Anschrift (Gott sei Dank nicht bei mir). Ich bin allgemein da etwas vorsichtiger, da ich mit meiner Oma zusammenlebe und sie die meiste Zeit alleine ist. Eigentlich ist es ja schon total behindert, dass ich sowas hier schreibe. Ich meinte natürlich, nein, meine Oma ist nicht die meiste Zeit alleine. Sie chillt ständig mit unseren Rottweilern Hanny und Nanny auf der Couch und guckt 9Live. Um diesen inhaltlich nicht ganz runden Blog-Beitrag urplötzlich zu beenden:

Hey, du dreckiger Arschficker, der du alle drei Wochen diesen Scheiß bei mir abziehst! Ich werde meine Nummer sperren lassen und dann is’ es vorbei mit “Ich mach vollkommen unlustige Telefonstreiche mit Stimmen-Samples damit mich keiner beim stöhnen hört wenn ich abspritze”. Wünsch dir, dass ich nie rausfinde wer du bist, weil ich dir sonst dein dummes Arschloch aufreißen und mit beiden Beinen voran reinspringen werde. Comprehende?!

EDIT: Gar nicht bemerkt dass ich hiermit meinen 100. Beitrag für den zerfigkt-Blog überschritten habe…

Thema: Allgemein, disrespects | 3 Kommentare

Ruhrpott AG – Schwingungen

Sonntag, 15. November 2009 | Autor: Roger B. Nigk

Was ein Track. Großes Danke an den Uploader.

Aphroe (dritte Strophe) haut mich wie immer total um. Schande, dass er “Kavaliersdelikt” nicht endlich mal droppt. Dadurch werden die Erwartungen einfach zu groß und man wird am Ende enttäuscht. Vielleicht.

Thema: Musik | 3 Kommentare

Cobweb 2.0

Samstag, 14. November 2009 | Autor: Roger B. Nigk

WordPress, Blogspot, Twitter, MySpace, lokalisten, Facebook, das studiVZ mit all seinen Verästelungen … heutzutage gewähren viele Leute über das Internet tiefe Einblicke in ihr Privatleben. Über Sinn und Unsinn lässt sich streiten. Ein gewisser Exhibitionismus spielt natürlich eine Rolle, meist aber nur eine überdrehte Selbstdarstellung (oder man ist ganz der Langweiler und gestaltet sein Profil nur soweit, dass Freunde einen finden können, so komplett ohne Provokation und Fäkalhumor). Aus der Sicht eines Arbeitgebers ist das verlockend. Man hat zehn Bewerbungsmappen am Schreibtisch liegen und bemüht mal munter den “Karrierekiller” Google oder loggt sich z. B. im studivz in ein Fake-Profil ein, um munter gaffen zu können. “Oho, er ist in einer ‘Blackjack, Koks und Nutten’-Gruppe und findet, dass eine Frauenbewegung gut ist, solange sie im Rhythmus bleibt. Und diese Bilder! Scheint sich oft die Kante zu geben, der Bub. Achja, ich war auch mal so jung. Aber für den Job als Bankkaufmann kann ich den nicht nehmen!” Ich empfinde zutiefste Verachtung…

Nicht gegenüber dem absoluten Schwachmaten, der sich im Internet nicht zu präsentieren weiß, sondern gegenüber dem Arbeitgeber bzw. Personalverantwortlichen, welcher aufgrund von einem Web-2.0-Profil eine Entscheidung fällt. Was zum Fick vergibt Eier an Eunuchen, damit man sich einfach so in einen klar abgesteckten privaten Bereich zum heimlichen rumschnüffeln einloggen kann? Natürlich hat man z. B. im studiVZ die Möglichkeit freizugeben, was man auf einem Profil als Nicht-Freund sehen darf, trotzdem! Ich finde es eine bodenlose Frechheit Leuten im Internet hinterherzuspionieren, nur weil es geht! Eine leicht wellige Parallele zur Stasi macht sich vor meinem geistigen Auge breit. In welcher Gesellschaft leben wir, in der man Privates nicht von Beruflichem trennen darf? Sicher gehen Privat und Beruflich ab einer gewissen Position Hand in Hand, doch ich für meinen Teil, der seinen Beruf nicht als höchstes Lebensziel ansieht, verlange eine klare Trennung! Zu hören, dass man es als Unternehmer gutheißt, das Web 2.0 zum spannen (nicht spammen) zu benutzen, ist für mich ein Tritt in die Weichteile. Nur weil es geht, muss man es nicht tun! Ich könnte auch in das vorhanglose Fenster meines Nachbarn schauen, tu’s aber nicht. Ich könnte dem streunenden Kater meines Nachbarn nachts in den Arsch ficken, tu’s aber nicht. Ich kann davon träumen, aber ich muss es deswegen nicht tun.

Der Umgang im Internet braucht gewisse Umgangsformen, so wie sie auch im Real Life gewünscht sind. Es ist einfach schlechter Stil, sich mir nichts dir nichts in ein fremdes virtuelles Wohnzimmer zu setzen und sich alles anzuschauen/anzuhören was in Reichweite ist, dazu noch heimlich. Absolut schlecht wird mir allerdings erst – wie schon gesagt – wenn der Arbeitgeber aufgrund irgendeiner verfickten Internetpräsenz eine Entscheidung darüber fällt, ob er jemanden einstellt oder nicht, obwohl dieser jemand in keinem rechtsradikalen Forum unter dem Namen “Kinderschänder81″ angemeldet zu sein scheint. Warum machen wir es uns immer so verfickt einfach ein Urteil über andere Menschen zu fällen? Wozu gibt es im Berufsleben eine Probezeit? Warum gibt man dem Bewerber nicht wenigstens die Chance auf ein Vier-Augen-Gespräch? Warum muss man überhaupt online anderen Leuten nachschnüffeln (egal ob privat oder beruflich)? Geht es um Doktoranden, kann ich mir vorstellen, dass man sich im Internet erkundigt, was sie an wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht haben. Aber wer ZUM FICK schmeißt eine Bewerbungsmappe weg, weil studiVZ – das Riesenarschloch – so geweitet ist, das jeder sehen kann, ob der Blinddarm schon rausgeschnitten wurde und ob der Stuhl auch keine verdächtigen Verfärbungen aufweist!!!???!!!?!

Roger, relax.

Was ich sagen will: Stellt nicht jeden Scheiß unter eurem Namen ins Internet. Passt auf wo ihr euch anmeldet, vor allem mit einer E-Mail-Adresse, in der euer voller Name erkennbar ist. Ich weiß von mindestens vier fremden Leuten, die ein einziges Mal in meinem Blog ein Kommentar abgegeben haben, wie sie aussehen und wo sie wohnen. Durchschnittliche Suchzeit: zwei Minuten. Seid froh dass ich kein verrückter Serienkiller bin, oder noch schlimmer, der Chef des Unternehmens bei dem ihr euch mal bewerben wollt, um euch ein halbwegs angenehmes Leben zu ermöglichen. Und ja, ich schnüffel auch im Internet herum! Auf wie viele Bilder von ehemaligen Mitschülerinnen ich mir schon einen runtergeholt habe … ich könnt’s nicht sagen ohne mich einer sehr peinlichen Situation auszusetzen.

Thema: disrespects | 4 Kommentare