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Na toll …

Dienstag, 7. September 2010 | Autor: Roger B. Nigk

Da denkt man dass es endlich mal wieder so weit ist den Blog mit Krankheitsgeschichten zu stopfen, schon bekommt man die traurige Botschaft: “Ja! Ich seh’s! Is’ nur’n Äderchen geplatzt.”, “Ein was?!”, “Äderchen! Da! Sieht aus wie’n kleiner Kratzer.”, “Und das kann so krass bluten?”, “Ja.”, “Okay.”, “Ich verschreib Ihnen ‘ne Salbe.”, “Danke … aber nicht dass Sie denken ich hätte da hinten was ausprobiert.”, “Nee, nee. Das kann schon mal passieren.”

In der Apotheke besorg ich mir die Salbe. Ich flirte mit zwei PTAs. Eine davon bringt mir was auf dem Rezept des Arztes steht. Salbe “Zur symptomatischen Linderung von akuten Schmerzen im Analbereich” inkl. “Analdehner”. Das steht da wirklich drauf. Na super … *lach*

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Bloody Mary

Montag, 6. September 2010 | Autor: Roger B. Nigk

Während in der Arbeit “ums Überleben gekämpft” wird, sitze ich auf der Toilette und wundere mich über die beträchtliche Menge an Blut, die ich gerade geschissen habe. Beim Abwischen staune ich nicht schlecht über den riesigen roten Fleck auf dem Klopapier, schön in Wischrichtung verteilt. Nachdem ich über den Jahreswechsel neun Tage im Krankenhaus wegen einer verschleppten Dickdarmentzündung verbrachte, nun also die nächste Darmdiktatur in meinem totalitär geführten Gesundheitszustand. Das Putzen der Schüssel wird zum wahren Kraftakt, denn viele große Spritzen sind wegen meiner erstaunten Regungslosigkeit inzwischen angetrocknet. Ich spüle zum dritten Mal, wasche  mir tranceartig die Hände, verstecke mich in der Lounge und rufe bei meinem Hausarzt an.

Von einer Sprechstundenhilfe habe ich heute drei Heftchen bekommen in die ich jeweils zwei Stuhlproben von drei verschiedenen Sitzungen schmieren soll. Zur Feststellung von okkultem Blut. Okkultismus geht mir am Arsch vorbei, also kann’s gut sein, dass sie was finden werden.

Morgen Mittag habe ich einen Termin beim Arzt, damit er meinen Anus mit vier Fingern weiten und einen tiefen Blick in den Tunnel werfen kann. Bis dahin will ich die Heftchen vollhaben. Ich hätte heute schon einen Termin haben können, doch nö, ich muss arbeiten. Macht ja auch frei, oder so.

Vorhin war Heft Nummer 1 dran. Nur ein kleiner brauner Stöpsel Kacke entschlüpft mir. Ich schiebe meine Eier weg, schau zwischen den Beinen durch und sehe wie ziemlich dick Blut nachtröpfelt. 2, 3, 4 … ich seh zu wie es im Marschschritt aus dem Arsch spritzt. Ein Hitlergruß von Achtern. Anus Hitler, meinen Gastrointestinaltrakt machst du nicht zur Gaskammer! Dir werd’ ich’s tüchtig besorgen, du arschgeficktes Stück braune Scheiße!

Wie war das? An zwei verschiedenen Stellen jeweils mit einem “Spachtel” Kot entnehmen. Gut, einmal im linken Ende rumpopeln. Und einmal im Rechten. Erinnert an Schokoladeneis im Becher, das man mit einem kleinen Löffel aufschaufelt. Hmmmm, lecker. Weh tut mir nichts, komischerweise. Nur im aufsteigenden Colon drückts ein wenig. Bin gespannt was morgen rauskommt. Hinten und bei der Diagnose.

Thema: Weichei-Wehwehchen | Ein Kommentar

Mit offenen Augen schlafen

Freitag, 3. September 2010 | Autor: Roger B. Nigk

Ja, ich war im Tiefschlaf. Mit offenen Augen. Blogs die ich regelmäßig las gingen offline oder stehen nur geladenen Lesern zur Verfügung, zu denen ich mich nicht zählen darf. Irgendein Typ nannte Michel Friedman ein Arschloch was Leute wirklich zu wundern scheint. Die “Lesenswerte Blogs”-Seite in der oberen Link-Leiste von zerfigkt ist immer noch nicht geschrieben. Und mein Damm juckt wahrscheinlich noch so lange bis ich mich dazu entschließe, mich untenrum mal wieder zu rasieren.

Ich hatte und habe viel zu tun. Selbstentwicklung, -verwirklichung und -geiselung. Drei große Pfeiler in meinem Leben ohne die es nicht mehr zu gehen scheint. Selbstentwicklung: Das Selbst ein wenig aufpolieren, sich Wissen aneignen, zum interessanten Menschen werden, die Welt entdecken, eigene Fehler entdecken und sie ausmerzen oder wenigstens versuchen sich mit ihnen bestmöglich zu arrangieren. Selbstverwirklichung: An der Musik-Karriere arbeiten, Demos fertig bekommen, damit rausgehen, bei zwei Bands musikalisch aushelfen. Selbstgeiselung Teil 1: Sich in der Arbeit von oberen Instanzen schikanieren lassen und wissen, dass man die Fresse halten muss obwohl es einen innerlich zerfleischt nicht einmal mit Fäusten antworten zu dürfen. Selbstgeiselung Teil 2: Dreimal wöchentlich ins Kampfkunst-Training gehen, sich blaue Flecken holen und die Innenseiten der Wangen aufbeißen. Selbstgeiselung Teil 3: Wirklich wieder anfangen wollen hier regelmäßig zu schreiben, trotz massiven Zeitproblems. Selbstgeiselung Teil 4: Frauen lieben aber gleichzeitig auf sie scheißen. Selbstgeiselung Teil 5: Depressionen aufrecht erhalten um kraftvolle Impulse für die Selbstverwirklichung zu haben und sich damit gehörig die Selbstentwicklung versauen. Selbstgeiselung Teil 6: Mit dem Laptop neben seinem schlafenden Vater sitzen obwohl man sich lieber ein paar Internetpornos reinziehen würde. Ach, fuck it.

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