23 Uhr und der Himmel ist blau

Freitag, 27. November 2009 |  Autor: Roger B. Nigk

Vielleicht dresch ich jetzt profane Phrasen die jeder schon kennt. Vielleicht. Trotzdem will ich sie jetzt loswerden.

Was ist Glück und warum will es jeder? Ich weiß nicht was Glück ist und ich weiß auch nicht warum ich danach strebe. Kann man ein richtiges Glücksgefühl überhaupt aushalten? Drei Tage und man muss in die Irrenanstalt, fünf Tage und man stirbt an plötzlichem Herzversagen. Wenn jeder für sich selbst sein eigenes persönliches Glück definiert, warum kann er nicht sehen, dass dieses Glück an einer vor ihm baumelnden Schnur befestigt wurde, eine Schnur, die an einem Stock hängt, ein Stock, der ihm durch die Schädeldecke gewachsen ist.

Nur Masochisten streben nach Glück! Ich bin kein Masochist, meistens jedenfalls. Ich bin auch nicht harmoniesüchtig. Nicht mehr. Scheiß auf Harmonie! Ich brauch das Gute und Böse in und an mir. Das einzige was ich sein möchte ist zufrieden. Danach sollte jeder von uns streben, nach Zufriedenheit. Und das ist wirklich nicht schwer diesen Zustand zu erreichen, lernt man, sich auch über kleine Dinge zu freuen. Nicht jeder Tag wird der schönste eures Lebens, aber es sind Tage an denen ihr sagen werdet: “Ich fühle mich wohl in meiner Haut. Ich kann in die Tiefe meiner Selbst hineinhören und mich am Klang meiner inneren Spieluhr erfreuen. Ich kann meine Ohren für alles öffnen was auf mich einprasselt und voll Liebe meine Arme für eine Umarmung offen halten, komme wer will. Ich kann mich fallen lassen und dem Tod dabei ins Auge lachen. Ich kann zufrieden mit mir sein.”

Ich kann mich morgen von einem liebevollen Menschen verabschieden, ihn vielleicht nie wieder in meinem ganzen Leben sehen, aber mich doch durch die Erinnerung an ihn, für eine lange Zeit begleitet fühlen. Ich wünsche dir alles Gute.

Wir tragen das Glück, das wir unser ganzes Leben lang suchten, schon die ganze Zeit in uns und waren nur zu verblendet um es zu sehen.”

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Thema: In sich gekehrt

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3 Kommentare

  1. “Kann man ein richtiges Glücksgefühl überhaupt aushalten? Drei Tage und man muss in die Irrenanstalt, fünf Tage und man stirbt an plötzlichem Herzversagen.”

    Das ist genial! Ja! Nicht genital, sondern GENIAL!

  2. 2
    Roger B. Nigk 
    Sonntag, 29. November 2009

    Etwas das ich mir bei deinem Blog schon so oft gedacht habe. Schön dass da mal was zurückkommt. :D

  3. Dachte ich hier schon ein paarmal, aber ich bin nicht der Typ der anderen Typen Honig auf die Bäuche pinselt… da versuche ich lieber ein paar Ihrer Groupies abzugreifen…. “Hallo Ladys! Roger ist 5 Tage offline! Seht ihr, dem seid ihr wurscht! Schaut lieber mal auf zelllophan.blogspot.com vorbei! Prall gefüllte Hohnigtöpfe…” …? was? Wieso denn jetzt gleich mit der Polizei drohen, die Damen? Das war doch… …schon gut schon gut… auf Wiedersehen, auf Wiedersehen….

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