Beiträge vom 24. November 2009

Weil’s inzwischen alle drei Wochen bei mir passiert …

Dienstag, 24. November 2009 | Autor: Roger B. Nigk

… hier ein kleiner Blog-Beitrag dazu.

Im Internet gibt es eine an dieser Stelle nicht näher beworbene Seite, durch die man online Telefonstreiche machen kann. Lustig. Man sucht sich ein Szenario aus, z. B. Nutte will ihr Geld, ruft über die Internetseite jemanden an und kann per Mausklick verschiedene vorgefertigte Satzbausteine erklingen lassen. So sagt die Nutte “Hallo, ich bin Chantal.” und wenn der Angerufene sagt “Kenn ich nicht.” lässt man Chantal sagen “Doch, du kennst mich” usw. Ihr versteht schon wie’s gemeint ist. Bezahlt man nun Geld für den Scheiß, hat man Zugriff auf mehrere Szenarien, kann die Telefonanrufe mitschneiden und sich als MP3 runterladen. Mitschneiden geht ohne große Probleme auch so (durch externes Routing, DirectWire etc), nur sind die Telefonanrufe zeitlich begrenzt, wenn man nichts dafür ausgeben will. Um anderen auf den Sack zu gehen, reicht die Zeitspanne allerdings vollkommen aus.
Jetzt greifen einige Vollidioten auf diesen Spaß zurück, nehmen die Telefonanrufe auf und laden es auf YouTube oder sonstwo hoch. Naja, nicht so schlimm, könnte man meinen. Nur, jetzt gibt es in manchen Szenarien den Satzbaustein, der sinngemäß lautet “Aber das ist doch ihre Nummer, oder?” und dann klickt man auf die Ziffern 0 bis 9. Jetzt hört schlimmstenfalls jeder Wichser, der das auf YouTube sieht, den Namen des Angerufenen (in Deutschland meldet man sich ja höflich mit dem Nachnamen, nicht wahr?) und dessen Telefonnummer. Und wer weiß was die Betreiber der Seite noch so mit den Telefonaten machen, die sie ja sicherlich auch selbst mitschneiden. Vielleicht auswerten und empfindliche Daten teuer weiterverkaufen? Who gives a shit. Ich mach das jedenfalls schon immer am Telefon so:
Nennt mich paranoid, aber ich melde mich nie mit meinem Namen. Bei mir gibt es oft nur ein “Ja?” oder “Was gibt’s?” oder selten “Hallo.” Werde ich jetzt gefragt wer dran sei, frage ich “Wen wollen Sie denn sprechen?” Wird mir das nicht gesagt, gibt es für mich keinen Grund das Telefonat fortzuführen und ich beende das ganze freundlich. Bin ich nicht der gesuchte Ansprechpartner, sage ich “Tut mir Leid, da haben Sie sich verwählt.” und bin ich der Ansprechpartner sage ich “Um es vorweg zu nehmen, was auch immer Ihnen passiert ist, das war mein böser Zwilling.” Der Anrufer ist ja ohnehin schon im Vorteil, da er meine Nummer weiß. Vielleicht noch auf dasoertliche.de danach suchen und man hat die Anschrift (Gott sei Dank nicht bei mir). Ich bin allgemein da etwas vorsichtiger, da ich mit meiner Oma zusammenlebe und sie die meiste Zeit alleine ist. Eigentlich ist es ja schon total behindert, dass ich sowas hier schreibe. Ich meinte natürlich, nein, meine Oma ist nicht die meiste Zeit alleine. Sie chillt ständig mit unseren Rottweilern Hanny und Nanny auf der Couch und guckt 9Live. Um diesen inhaltlich nicht ganz runden Blog-Beitrag urplötzlich zu beenden:

Hey, du dreckiger Arschficker, der du alle drei Wochen diesen Scheiß bei mir abziehst! Ich werde meine Nummer sperren lassen und dann is’ es vorbei mit “Ich mach vollkommen unlustige Telefonstreiche mit Stimmen-Samples damit mich keiner beim stöhnen hört wenn ich abspritze”. Wünsch dir, dass ich nie rausfinde wer du bist, weil ich dir sonst dein dummes Arschloch aufreißen und mit beiden Beinen voran reinspringen werde. Comprehende?!

EDIT: Gar nicht bemerkt dass ich hiermit meinen 100. Beitrag für den zerfigkt-Blog überschritten habe…

Thema: Allgemein, disrespects | 3 Kommentare