Crapneck
Sonntag, 8. November 2009 | Autor: Roger B. Nigk
Gerade Ken Park gesehen, an “Hey Man Nice Shot” von Filter denken müssen und einen Ohrwurm davon bekommen. Zur Abwechslung mal wieder ein kranker Film, haha. Drastisch dargestellt: ein urinierender Alkoholiker und ein ejakulierender Möchtegern David Carradine. Ja, verdammt, der ejakuliert wirklich! Komisch. Bei Pornos finde ich es nicht so abstoßend wie in einer filmerischen “Alltags”-Szene.
Ich kämpfe mich momentan durch die “Kino kontrovers”-Reihe. Hätt ich nur ein wenig mehr Zeit für eine solch sinnvolle Art der Zerstreuung! Stattdessen mach ich anderen Scheiß, ohne den ich auch könnt. Aber Filme alleine anzusehen ist doof. Natürlich kann man sich alleine viel sensibler auf das Gesehene einlassen, vielleicht hier und da eine Träne verdrücken (nicht bei mir! an den Stellen wo man weinen sollte, onaniere ich in meine halboffene Hose). Alleine schauen ist einfach doof! Keiner der bei den Sexszenen mit dir schmutzige Witze reißt oder die gezeigten Stellungen nachspielen will. Würde ich noch Skateboard fahren, könnte ich jetzt glatt die Anfangsszene mit Ken nachspielen…





Montag, 9. November 2009
Ken Park fand ich ja gelinde gesagt beschissen. Genau wie Elephant. Den verwichsten Alltag zu zeigen find ich ja gut und schön, aber wenn das ganze dann nicht irgendwo zum Nachdenken anregt oder zumindest den Hauch eines tieferen Sinns erkennen lässt halte ich sowas für sinnlos, egal wie OhMeinGottSchockierend die Szenen sind. Gibt zig bessere Filme über das Leben.
Montag, 9. November 2009
Wie ich schon zu dem vorangegangenen Post schrieb, mein Sohn, warum besuchst Du mich so selten?! Dann könnten wir gemeinsam onanieren, unseren Witzen beim zu Boden segeln zusehen und nachher könntest Du mich in meinem Rollstuhl in ein Bordell schieben, wo wir mit meiner üppigen Rente Damen dazu bewegen, die rotierende umgedrehte Pyramidenstellung nachzustellen…
Montag, 9. November 2009
da spritzen sie ab beim ejakulieren die fotzen
Montag, 9. November 2009
@Björn: Elephant hab ich noch nicht gesehen, aber der wird ja immer in einem Satz mit Ken Park genannt, also werd ich mir den mal reinziehen müssen (auch wenn du in deinem Blog sagst, dass der Streifen zusammen mit Ken Park für dich absolute Zeitverschwendung war;). Mir fällt ein, hast du schon Little Children gesehen?
Was Ken Park angeht, ich liebe den Anfang. Nur der Schusswundeneffekt auf Ken’s Handkamera ist meiner Meinung nach total missraten.
Bei Larry Clark dachte ich mir schon während ich Kids sah, dass dem Typen wohl echt einer abgehen muss, wenn er Teens pimpern lassen kann. Bei Ken Park hat sich diese Vermutung extrem verschärft. Trotzdem würde ich dem Film bis auf den echt beschissenen Schluss nichts wegnehmen. Klar, die einzelnen Erzählstränge scheinen wirklich überdreht. So viel abgefuckte Pseudo-Realität stark konzentriert in einer kleinen scheiß Vorort-Gegend … für uns nicht nachvollziehbar. Nur kenn ich halt Leute bei denen es ähnlich zuging und deswegen ist der Dreck für mich auch nicht weit hergeholt. Und nachdenken hat mich der Film auch lassen. Zum Beispiel darüber, dass die Verhätschelung und “Liebe” von Tates Großeltern tatsächlich eine Form passiver Aggression/Gewaltausübung ist. Man denkt sich “Hey, was ist mit dem Kerl los, warum dreht der so ab” und dann kann man’s plötzlich verstehen. Die Anspielungen das Shawn’s Fickerei mit Rhonda aufgedeckt wird und ihr Ehemann es schon vermutet, fand ich zu lasch. Aus Shawn’s Geschichte hätte man mehr machen können. Das mit Peaches: heftig, aber genau so schon im Real Life passiert. Mein Fazit: Die Story zum Film sei schon vor Kids fertig gewesen. Da hätte man ihn auch drehen sollen, vor Kids. Und das Ende ist so extrem verhunzt … seit High Tension konnt ich mal wieder richtig über ein Ende kotzen. Aber ansonsten, nette Abendunterhaltung für mich gewesen. Morgen gibt’s “Der Menschenfeind” vom guten alten Gaspar. Hab mich schon mit “Carne” darauf eingestellt.
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@Vater: Ich habe Angst dich zu sehen. Was ist wenn die alten Gefühle wieder hochkommen? Du warst nie da für mich! Du hast mir nicht erklärt warum mir Haare am Sack wuchsen. Du hast mir nicht die Angst nach meiner ersten Ejakulation genommen. Du hast mir nie das Gefühl gegeben ein wertvoller Mensch zu sein, trotz schlechter Noten in der Schule. Ich wurde auf mich selbst zurückgeworfen, allein wie ich war. Und das konnte nie gut gehen. Meine Narben an den Oberschenkeln würden es dir beweisen. Weißt du, Papa, ich hasse mich. Bin ich dein Fleisch und Blut, so muss ich auch dich hassen, obwohl ich dich gerne lieben würde, so wie es nur Söhne tun können. Du wirst das verstehen, wenn mein Bruder alt genug ist um dich spüren zu lassen was ich meine. Denn er wird wie ich sein. Dein Sohn…
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@Hildegard: Hildegard, ich fick dich wilde Magd!
Mittwoch, 18. November 2009
Little Children habe ich inzwischen angeschaut, super Teil. Fänd ich sogar ohne Kate Winslets Titten gut… naja, vielleicht nich ganz so gut. Auf so Kleinstadt-Dramen stehe ich sowieso, und das war tatsächlich mal wieder ein Film bei dem ich das Ende so nicht erwartet hätte. Wobei ich das Ende sogar im Gegensatz zum Rest des Films minimal schwach fand. Aber nur minimal. Toller Film, sehr schön gezeichnete Charaktere, hat mir gut gefallen.
Ken Park ist so ‘ne Sache, ist schon ‘ne Weile her dass ich den gesehen habe, und ich hatte damals Kids schon gesehen, weswegen meiner Meinung nach mit Kids schon alles zum Thema gesagt wurde was gesagt werden musste, und Ken Park für mich im Prinzip nur noch das gleiche Prinzip minus Sinn plus mehr abgefucktheit war. Jedenfalls konnte ich mit dem Film damals überhaupt nichts anfangen, nicht weil ich das unrealistisch fand oder überzogen, sondern weil mir da die Message gefehlt hat. Wäre heute vielleicht auch anders, vielleicht geb ich mir Ken Park ja demnächst nochmal.
Elephant ist auch wieder so ‘ne Sache. Der ist zwar technisch top, die Kameraarbeit ist super, aber der war mir damals viel zu plakativ und zu unreflektiert, gerade was die Motive der Täter bzw. deren Leben anging. “Hey komm, jetzt wo wir schon schwul sind, harte Musik hören und Killerspiele von vor 10 Jahren spielen können wir doch auch mal noch ein Schulmassaker anrichten!”. Kann natürlich sein dass das ganze als Kritik an eben diesen oberflächlichen Schuldzuweisungen gemeint war, kam mir aber irgendwie nicht so vor. Naja, schau ihn dir mal an und hau nen Statement raus.
Menschenfeind habe ich auch gesehen, den fand ich auch sehr strange, nicht schlecht aber auch nicht sonderlich großartig. Naja, ist auch schon ne Weile her.
Hab mir letztens Antichrist gegeben, bin grad an nem Review dran, da wär ich mal auf deine Meinung gespannt
Gib dir den ma.
Dienstag, 24. November 2009
Freut mich dich auf einen guten Film gebracht zu haben.
Ken Park brauchst du dir nicht nochmal geben, nee, wirklich nicht. Zieh dir “Wunderbare Jahre” von Folge 1 bis 115 in einem Stück rein. Je älter die Folgen, desto weniger muss man auch ein schlechtes Gewissen haben, wenn man anfängt zu masturbieren und dabei an einen flotten Dreier mit den McKellar-Schwestern denkt.
Elephant ist auf meiner Liste. Kann ick no nix sagen zu.
Menschenfeind wie angekündigt gesehen und hm … den hätt ich vor zehn Jahren auf dem Schirm haben müssen, dann hätt er mich geflasht. Rückblickend kommt mit der Film – von der Erzählweise, Atmosphäre und Kameraarbeit her – wie eine sehr frühe 80er Produktion vor. Das muss nicht schlecht sein, aber mir fehlt ein bisschen das gewisse Etwas. Verstörende Thematik hin oder her: Wenn mir schon ein Böller ins Herz gesteckt wird, dann sollte die Lunte vorher wenigstens oft genug um mein Hirn gewickelt werden, falls du verstehst.
Das verwundert mich, dass du von Antichrist sprichst! Für “besonders gute Arbeit” (haha) bekam ich ein paar Gutscheine für’s Kino und alles was man für einen gepflegten Kinoabend noch dazu braucht. Meine Wahl fiel sofort auf Antichrist (als ich “Lars von Trier” las, schepperte es bei mir gewaltig). Den drück ich mir noch in die Augenhöhlen und werd dir sagen was ich davon halte. Macht mich übrigens stolz, dass dich meine Meinung diesbezüglich interessiert.