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	<title>Kommentare zu: Wie man Martyrs schaut</title>
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	<description>Neuer und noch langweiligerer Blog eines immer noch langweiligen Schriftstellers.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Sep 2010 17:36:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Björn</title>
		<link>http://nigk.qraftwerk.de/index.php/2009/09/20/wie-man-martyrs-schaut/comment-page-1/#comment-314</link>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 00:45:40 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;und ja, ich interpretiere immer gerne irgendwelche Scheiße in Filme&quot;

:D kommt mir auch so vor. Aus deiner Sicht habe ich den Film damals überhaupt nicht gesehen. Ich habe ihn mehr so gesehen &quot;Ok ne Tüte, soll wohl cool tiefgründig sein, pf&quot;, &quot;Ok er wichst sich einen, soll wohl irgendwie schockierend sein, Kevin Spacey wichst sich einen, pff&quot;, &quot;Ok sie zeigt ihm ihre Titten, geil&quot;. Oder so ähnlich.

Little Children klingt gut, Jennifer Connelly ist immer ein Grund nen Film zu schauen, und Kate Winslet (ohja!) auch. Schon Der Vorleser gesehen? :D</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;und ja, ich interpretiere immer gerne irgendwelche Scheiße in Filme&#8221;</p>
<p> <img src='http://nigk.qraftwerk.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  kommt mir auch so vor. Aus deiner Sicht habe ich den Film damals überhaupt nicht gesehen. Ich habe ihn mehr so gesehen &#8220;Ok ne Tüte, soll wohl cool tiefgründig sein, pf&#8221;, &#8220;Ok er wichst sich einen, soll wohl irgendwie schockierend sein, Kevin Spacey wichst sich einen, pff&#8221;, &#8220;Ok sie zeigt ihm ihre Titten, geil&#8221;. Oder so ähnlich.</p>
<p>Little Children klingt gut, Jennifer Connelly ist immer ein Grund nen Film zu schauen, und Kate Winslet (ohja!) auch. Schon Der Vorleser gesehen? <img src='http://nigk.qraftwerk.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Roger B. Nigk</title>
		<link>http://nigk.qraftwerk.de/index.php/2009/09/20/wie-man-martyrs-schaut/comment-page-1/#comment-313</link>
		<dc:creator>Roger B. Nigk</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 09:01:00 +0000</pubDate>
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		<description>American Beauty reitet ja bewusst auf einigen Klischees rum und legt sie frei wie Borderline-Persönlichkeiten ihre Wunden im heißesten Sommer.
Die Tüte fand ich ehrlich gesagt ziemlich cool. Sie war der Fremdkörper im wirbelnden Laub, das Sinnbild der Industrialisierung - nicht das Laub ist schön, sondern die Tüte - und die Poesie, die aus diesem Typen fließt, diese Schönheit, welche er dieser Tüte zugesteht (es sei das Schönste was er jemals gefilmt hätte), das hat mir umso mehr verdeutlicht, dass der Kerl ein sozialer Krüppel ist. Zuneigung (sie tanzt für ihn), ungeteilte Aufmerksamkeit und Hingabe(sie tanzt für ihn geschlagene 15 Minuten), Dinge die er von Menschen nicht bekommt, bekam er von dieser Tüte. Andere Menschen die er Filmen möchte, weichen ihm natürlich aus oder sehen ihn als bescheuerten Weirdo (der er ja doch irgendwie ist). Nur muss man verstehen, dass das Filmen für ihn ein Festhalten von Erinnerungen ist. So hat er seine Erinnerungen alle schön geschachtelt im Regal stehen und kann sich rauspicken was er sehen möchte. Allein auf sein Hirn beschränkt, wird er von anderen Erinnerungen beherrscht, z. B. die alltägliche Misshandlung durch seinen Vater (über Wort und Tat). Und er sagt ja &quot;I need to remember&quot;. Sich daran erinnern wann es ihm gut ging und wie sich das anfühlte. Schau ich mir die Szene allerdings ohne Ton an, so find ich sie total behindert. Die Musik macht&#039;s. ;) (und ja, ich interpretiere immer gerne irgendwelche Scheiße in Filme)

American Beauty und Little Children fahren für mich in der selben Spurrille, nur liegt American Beauty mit großem Abstand in Führung. Little Children hat mir dennoch gefallen, weil er sehr gut zu einem gewissen Abschnitt meines Lebens passte, in dem es hieß, Erwachsen werden, Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen und trotzdessen versuchen glücklich zu werden. Der Film heißt nicht umsonst Little Children. Es geht um die Kinder, die es wirklich verdammt schwer haben, aber vor allem oder gerade deswegen auch um den unglaublichen Infantilismus der Großen (von der Mutter des Kinderschänders bis zu Brads [Patrick Wilson] Ehefrau Kathy [Jennifer Connelly]). Vielleicht gefällt mir Little Children aber auch nur deswegen so sehr, weil Kate Winslet (die alte MILF) nackt zu sehen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>American Beauty reitet ja bewusst auf einigen Klischees rum und legt sie frei wie Borderline-Persönlichkeiten ihre Wunden im heißesten Sommer.<br />
Die Tüte fand ich ehrlich gesagt ziemlich cool. Sie war der Fremdkörper im wirbelnden Laub, das Sinnbild der Industrialisierung &#8211; nicht das Laub ist schön, sondern die Tüte &#8211; und die Poesie, die aus diesem Typen fließt, diese Schönheit, welche er dieser Tüte zugesteht (es sei das Schönste was er jemals gefilmt hätte), das hat mir umso mehr verdeutlicht, dass der Kerl ein sozialer Krüppel ist. Zuneigung (sie tanzt für ihn), ungeteilte Aufmerksamkeit und Hingabe(sie tanzt für ihn geschlagene 15 Minuten), Dinge die er von Menschen nicht bekommt, bekam er von dieser Tüte. Andere Menschen die er Filmen möchte, weichen ihm natürlich aus oder sehen ihn als bescheuerten Weirdo (der er ja doch irgendwie ist). Nur muss man verstehen, dass das Filmen für ihn ein Festhalten von Erinnerungen ist. So hat er seine Erinnerungen alle schön geschachtelt im Regal stehen und kann sich rauspicken was er sehen möchte. Allein auf sein Hirn beschränkt, wird er von anderen Erinnerungen beherrscht, z. B. die alltägliche Misshandlung durch seinen Vater (über Wort und Tat). Und er sagt ja &#8220;I need to remember&#8221;. Sich daran erinnern wann es ihm gut ging und wie sich das anfühlte. Schau ich mir die Szene allerdings ohne Ton an, so find ich sie total behindert. Die Musik macht&#8217;s. <img src='http://nigk.qraftwerk.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  (und ja, ich interpretiere immer gerne irgendwelche Scheiße in Filme)</p>
<p>American Beauty und Little Children fahren für mich in der selben Spurrille, nur liegt American Beauty mit großem Abstand in Führung. Little Children hat mir dennoch gefallen, weil er sehr gut zu einem gewissen Abschnitt meines Lebens passte, in dem es hieß, Erwachsen werden, Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen und trotzdessen versuchen glücklich zu werden. Der Film heißt nicht umsonst Little Children. Es geht um die Kinder, die es wirklich verdammt schwer haben, aber vor allem oder gerade deswegen auch um den unglaublichen Infantilismus der Großen (von der Mutter des Kinderschänders bis zu Brads [Patrick Wilson] Ehefrau Kathy [Jennifer Connelly]). Vielleicht gefällt mir Little Children aber auch nur deswegen so sehr, weil Kate Winslet (die alte MILF) nackt zu sehen ist.</p>
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		<title>Von: Björn</title>
		<link>http://nigk.qraftwerk.de/index.php/2009/09/20/wie-man-martyrs-schaut/comment-page-1/#comment-310</link>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 16:28:47 +0000</pubDate>
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		<description>Also krass ist er, und wenn man sich extrem darauf einlässt, und vor allem auch die Grundidee dahinter nicht als dämlich abtut sondern als realistisch möglich ansieht, dann wirkt er. Stundenlang habe ich mit Freunden über das Ende diskutiert, was da jetzt eigentlich passiert ist, und natürlich die große Frage, was sagt sie ihr, was so krass ist, dass sie sich das Leben nimmt? Das ist schon fantastisch, das stimmt. Dass der Film kein Meisterwerk ist stimmt leider auch, mich hat vor allem der krasse Schnitt in der Mitte etwas gestört, zuerst geht es da um dieses unsichtbare Viech, und plötzlich um etwas ganz anderes. Versteht man aber die ganze Story ergibt das schon einigermaßen Sinn, und vielleicht ist es auch gerade dieser krasse Bruch in der Stimmung der den Film besonders macht. Mir jedenfalls hat er insgesamt gut gefallen, weil da mal eine anständige, anspruchsvolle und krasse Idee dahinter steckt, eben nicht wie bei diesen Filmen bei denen Gewalt nur gezeigt wird um eben gezeigt zu werden.

Funny Games ist ein ganz anderes Kaliber. Der Film tut genau das was er tun will, den Zuschauer zu quälen, mit den Bildern, mit dem Ton und mit der Geschichte. Für sich also eine extreme Erfahrung, der Film nimmt einen komplett mit, erreicht damit sein Ziel und ist deswegen einfach grandios, ein Geniestreich.

Fight Club, true.

American Beauty fand ich noch nie knülle, ich fand den immer überbewertet und extrem Klischeehaft (&quot;OMG diese extreme Tüte ist so extrem tiefgründig!!!&quot;), allerdings ist es auch schon lange her, dem werd ich wohl nochmal eine Chance geben.

Little Children kenn ich noch gar nicht, aber den werd ich mir jetzt auch mal geben, wenn du den in einem Atemzug mit den anderen hier nennst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also krass ist er, und wenn man sich extrem darauf einlässt, und vor allem auch die Grundidee dahinter nicht als dämlich abtut sondern als realistisch möglich ansieht, dann wirkt er. Stundenlang habe ich mit Freunden über das Ende diskutiert, was da jetzt eigentlich passiert ist, und natürlich die große Frage, was sagt sie ihr, was so krass ist, dass sie sich das Leben nimmt? Das ist schon fantastisch, das stimmt. Dass der Film kein Meisterwerk ist stimmt leider auch, mich hat vor allem der krasse Schnitt in der Mitte etwas gestört, zuerst geht es da um dieses unsichtbare Viech, und plötzlich um etwas ganz anderes. Versteht man aber die ganze Story ergibt das schon einigermaßen Sinn, und vielleicht ist es auch gerade dieser krasse Bruch in der Stimmung der den Film besonders macht. Mir jedenfalls hat er insgesamt gut gefallen, weil da mal eine anständige, anspruchsvolle und krasse Idee dahinter steckt, eben nicht wie bei diesen Filmen bei denen Gewalt nur gezeigt wird um eben gezeigt zu werden.</p>
<p>Funny Games ist ein ganz anderes Kaliber. Der Film tut genau das was er tun will, den Zuschauer zu quälen, mit den Bildern, mit dem Ton und mit der Geschichte. Für sich also eine extreme Erfahrung, der Film nimmt einen komplett mit, erreicht damit sein Ziel und ist deswegen einfach grandios, ein Geniestreich.</p>
<p>Fight Club, true.</p>
<p>American Beauty fand ich noch nie knülle, ich fand den immer überbewertet und extrem Klischeehaft (&#8220;OMG diese extreme Tüte ist so extrem tiefgründig!!!&#8221;), allerdings ist es auch schon lange her, dem werd ich wohl nochmal eine Chance geben.</p>
<p>Little Children kenn ich noch gar nicht, aber den werd ich mir jetzt auch mal geben, wenn du den in einem Atemzug mit den anderen hier nennst.</p>
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