Die Sutura frontalis beim Denken mit den Daumen eindrücken…
Dienstag, 2. Juni 2009 | Autor: Roger B. Nigk
Mein Name ist Roger Buscapé Nigk. Ich bin das arschgefickte Stück eines vergrätzten Ganzen. Der Parasit in einem erbärmlichen Körper. Durch die verschiedensten Wurmlöcher betrachte ich die Außenwelt. Mich ekelt vieles an, was ich sehen muss. Ich ekle viele an, die mich sehen müssen. Welche Ehre … der Teil eines Menschen sein, der kaputter ohnehin nicht sein könnte.
Sein Gehirn wird ab und an von mir gesteuert. Er macht und sagt die bescheuertsten Dinge sobald ich am Ruder steh. Von mir befallene Gedanken bluten ausgesprochen auf der Straße und zucken wie halbtote Marmorkarpfen an Land. Dann ist Stille, die Stille bei der man überlegen möchte, was man als nächstes schreibt, sagt oder tut, aber keinen wirklichen Gedanken dazu fassen kann. Das ist Roger Nigk.
Er spricht von sich gerne in der dritten Person. Er zerfrisst seinen Wirt von innen und defäkiert in sein Herz, was ja eigentlich sein eigenes ist. Was ein perverser Kreislauf. Autoaggression kann die unglaublichsten Formen annehmen. Ich will mich, ihn, es und alles was das ICH ist zerschinden bis keiner mehr erkennt, was vom alten ICH noch vorhanden ist. Eine intrakranielle Implosion soll der Ausgangspunkt für das Neue sein. Die Arme werden seitenverkehrt an die Schulterblätter geheftet. Beine kommen an die Brust. Und so renne ich mit dem eingefallenen Kopf durch jede Wand, die sich mir in den Weg stellt. Ab jetzt steht nichts mehr still. Ich werde rücksichtslos und ficke alles weg. Ohne Rücksicht auf das dämliche ICH. Bei all der Selbstzerstörung und Wut jedoch niemals aufhören Liebe in die Welt zu tragen. Manch einer versteht das nicht.





Mittwoch, 3. Juni 2009
Okay!