“Wie du mir so do mie” – Oliver Olusegun Otubanjo

Dienstag, 24. Februar 2009 |  Autor: Roger B. Nigk

Was bin ich für ein Kameradenschwein. Da gibt es doch wirklich Leute die mich irgendwie gern haben, mich sehen wollen, mit mir reden wollen, mir SMS/eMails/Briefe schreiben, mir Grüße ausrichten lassen und fast schon danach betteln, dass ich endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir gebe … und was mach ich? Falte die Hände und dreh Däumchen.

Sind alles wirklich nette Menschen, das muss ich schon sagen. Es mag Leute geben die vor Glück weinen würden, dürften sie nur einen von diesen Menschen einen Freund nennen. Vielleicht bist du jemand er so einen Freund braucht. Vielleicht bist du jemand der so ein Freund ist.

Ein paar von diesen Menschen kenne ich nicht wirklich, aber sie wollen mich kennen lernen und sind so unglaublich freundlich, dass man nicht im Traum daran denken könnte, einmal von ihnen ausgenutzt zu werden. Einige kenne ich schon länger, vielleicht aus der Schule oder von meiner Zeit in stickigen Proberäumen. Die meisten kenne ich schon sehr sehr lange. Man hat viele Nachmittage und Abende miteinander verbracht. Man hatte großen Spaß und manches Mal Tränen in den Augen weil man sich so gut fühlte…

Jetzt mach ich mich so rar es nur geht, werde zum nächtlichen Schatten und bin selbst um Wind zu sein viel zu leise. Das letzte Mal als ich derartiges getan habe war, als mein Freundeskreis anfing Drogen zu nehmen und jeder einzelne die Kontrolle über sich selbst verlor. Nicht zählbar wie oft ich versuchte ihnen ins Gewissen zu reden aber nichts ging. Da kann man einfach nicht mehr bleiben, außer man ist abgebrüht genug sich daran aufzugeilen wie Menschen die man liebt sich mit Drogen die imaginären Haare vom Gehirn rasieren. Aber was ist jetzt? Meine jetzigen Freunden nehmen keine Drogen. Halt! Der ein oder andere nimmt schon was, doch das kann man gerade noch ohne schlecht zu träumen mit ansehen.

Ich kann nicht sagen warum ich so viele unbeantwortete eMails im Posteingang habe (ich klicke ein bisschen rum und da steht eine aus dem Monat Januar 2007, ist aber sicher nicht die älteste). Wann soll ich mich hinsetzen und Freunden/Bekannten antworten? Während ich das hier schreibe? Einfach aufhören ständig Scheiße im Internet zu fabrizieren und wieder sozial sein? Nö. Pornographisch gibt es im Internet einfach viiiiiiiiel zu viel zu entdecken. Kaum denkt man laut vor sich hin “So, jetz hab ich alles gesehen und kann wieder raus an die frische Luft.” kommt der nächste kranke Mist der zwar mit geilen Fotzen zu tun hat, dir aber den Schwanz so schnell einstürzen lässt, dass du den Gummi deiner Unterhose zurückschnalzen hörst. Ist für mich stets eine neue Herausforderung auf Videos abzuspritzen bei denen sich die Hoden der härtesten Sodomisten zitternd im Bauchraum verstecken würden (nein, nicht diese 2 Girls 1 Cup Kinderkacke, das is was für Weicheier). Und dann muss man bei diesem zeitraubenden Unterhaltungsangebot noch versuchen einen Job zu kriegen! Wie soll man das schaffen? Vor allem wenn man beim ersten Probetag mehr Zeit mit Porno-Livestreams als mit Telefonnummernrecherche verbringt. Macht nix. Hab noch woanders ‘nen Probetag und so ‘n ständig dazwischenfunkender Penis lässt sich doch sicherlich mit NATO-Draht abbinden, oder nicht?

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Thema: crackbrained

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2 Kommentare

  1. 1
    Hurenbock 

    was is etz mit dem rap-zeug? gibts etz endlich mal gigs oder müss ma noch zehn jahre warten!

  2. 2
    Roger B. Nigk 

    Zehn Jahre warten. Außerdem fragst du das falsche Ego.

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