Pustekuchen

Montag, 28. Juli 2008 |  Autor: Roger B. Nigk

Obwohl mir ja die Augen so weh tun als hätte man sie wie Rosinen ausgetrocknet und mit Brennspiritus aufgespritzt, schreibe ich das hier schnell.

Da denkt man, nach den Klausuren kann man sich ganz entspannt durchhängen lassen und seinen während der Studierzeit so arg vernachlässigten eigentlichen Lebensinhalt wieder vom Speicher holen … Bullshit! Schon meine ganze Lernphase über musste ich mich mit mehr oder weniger starken Kopfschmerzen rumschlägern, gerade ist es aber besonders schlimm. Liege ich, schlafen mir die Kopfstellen ein auf denen ich liege und fangen schnell an weh zu tun, mit Abstrahlung in den Nackenbereich. Wenn ich aufstehe, explodiert mein Hirn. Wenn ich nach oben schaue (oder unten oder rechts oder links) explodieren meine Augen. Mein Genick ist steif geworden. Jeder der sich oberflächlich mit Krankheiten beschäftigt oder regelmäßig Galileo schaut (ich gehöre nicht dazu obwohl ich gestern doch glatt mitansehen musste, wie dort eine ehemalige Mitschülerin von mir, sich splitternackt von ihrem Freund massieren ließ und das ist leider kein Witz), weiß dass steifer Nacken und Kopfschmerzen Symptome einer Meningitis, also Gehirnhautentzündung sind. Anfällig dafür wäre ich insbesondere, weil meine ganze Fresse mit Herpes überwuchert ist, ergo: Zerficktes Immunsystem. Weiter kenn ich mich nicht damit aus, weswegen ich morgen mal zum Arzt gehen werde. Der kann sich dann gleich mal meine Mandeln (die weißes Zeug produzieren) und meinen rebellierenden Gastrointestinaltrakt (der das Zeug seit Tagen nicht rauslässt was ich ihm zuführe) anschauen. Mein Kackproblem hat wahrscheinlich damit etwas zu tun, dass ich längere Zeit nichts gegessen habe und dann wie aus dem Nichts (zur Freude meiner Oma die als einzige dokumentieren könnte wie schlecht es um mich steht) wieder mit der Völlerei anfing. Dann wäre noch mein mehrstimmiger Tinnitus der wieder voll durchgreift. Und das rechte Ohr fühlt sich verstopft an. Die kahlen Stellen im Bart werden auch nicht weniger. Was bin ich doch nur für ein arschgefickter Hypochonder…

„Hypochondrie ist nicht bloß, sich ein Leiden, das man nicht hat, einzubilden, sondern Leiden, die man hat, zu aufmerksam zu beschauen.“
- Ernst von Feuchtersleben

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Thema: Weichei-Wehwehchen

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