Buchkritik – Feuchtgebiete von Charlotte Roche

Montag, 14. April 2008 |  Autor: Roger B. Nigk

Vorwort: Ihr müsst euch diesen Blog-Beitrag nicht durchlesen wenn ihr nur wissen wollt ob Feuchtgebiete gut ist. Das Buch ist beschissen! Es gibt Bücher die euer Leben verändern können (keine Romane sondern Ratgeber). Kauft euch lieber die für das Geld.

Jetzt sei es euch überlassen ob ihr diesen Beitrag weiterlest. Ich kann euch nicht sagen wann ich wieder schreiben werde, mit ein Grund warum der folgende Text etwas umfangreicher wird. Ich nutze lieber meinen momentanen Schreibfluss aus, bevor ich wieder keine Ideen/Zeit/Lust für/auf ein Blog-Update habe. Los geht’s.

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Charlotte Roche, wenn ich in die Glotze starrte warst du keine die ich beim rumzappen gezielt gesucht hätte, aber ich habe mich oft gefreut dich zu sehen, weil du auf eine provokante und angenehm schräge Art zu unterhalten verstehst. Als ich dann beim gedankenzerstreuten Amazon-rumgeklicke auf dein Buch stieß, freute ich mich ebenfalls, ohne gezielt nach dir gesucht zu haben. Heike Makatsch, Markus Kavka und Sarah Kuttner sind die einzigen ehemaligen VIVA-Moderatoren von denen ich weiß, dass sie sich im Bücherschreiben versucht haben oder immer noch versuchen. Gibt bestimmt noch mehr VIVA-Plappermäuler die sich aus Geldmangel (oder Mangel an öffentlicher Geltung) an den PC setzen werden um sich irgendwas blödes aus den Rippen zu tippen. Nicht ohne ein blubberndes Übelkeitsgefühl, stelle ich mir da ein 200-Seiten dickes Buch mit dem Namen Gülcan Kamps auf dem Hardcover vor. Dachte mir, Gott sei’s gedankt dass du, Charlotte, ein Buch geschrieben hast, welches in seiner jetzigen 5. Auflage ganz Deutschland spaltet.

Die Medien predigten den Inhalt deines Buches rauf und runter, du wurdest oft interviewt und ich war sehr angetan von dem was ich hörte. Du bist eine schlaue Frau, Charlotte. Zudem bist du eine von den wenigen Feministinnen die ich respektiere und tolerieren kann (der hier namentlich nicht erwähnte Rest beleidigt in der ewigen Frau-Mann-Diskussion durch schwachgeistige Worte meine Intelligenz). Die Amazon-Seite, derer Rezensionen ich noch keine Beachtung schenkte, kam in das Leseverzeichnis meines Browsers. “Das besorgste dir!”, dachte ich wie so viele da draußen, die einer Charlotte Roche zutrauten einen guten Schreibjob gemacht zu haben. Das hast du aber leider nicht und ich bin froh, dass ich mir das Buch nicht gekauft habe, sondern es von einem lieben Mitstudenten ausgeliehen bekam (er wollte es einer Freundin zum Geburtstag schenken und gab es, nachdem er es selbst bis zur Hälfte durchlas, vorher noch seiner Mutter und seinem Bruder, weswegen das Büchlein, als er es mir in die Hände drückte, schon einige Abnutzspuren hatte).

 

Nach zwei Tagen angestrengten Lesens sah ich mir die Rezensionen schließlich an. Kennt ihr das? Sieht man meistens bei Books-On-Demand-Veröffentlichungen. Bis zu 1000 kurz gehaltene Rezensionen voller ehrerbietender Hochpreisung, und klickt man auf den Rezensenten um zu sehen, was der gute Kerl da noch auf Amazon bewertet hat, zeigt sich, dass der Hurensohn nur eine einzige Rezension geschrieben hat, was sich auch nach Monaten nicht ändern wird (außer der gelobte Autor schreibt ein weiteres Buch). Also nicht von Rezensionen in die Irre führen lassen. Ich habe sogar schon davon gehört, dass einige Top-Rezensenten sich kaufen lassen und gute Bewertungen über ein mittelmäßiges Produkt schreiben. Aber ein gekaufter Top-Rezensent der Feuchtgebiete in den Himmel lobt und gleichzeitig seine Glaubwürdigkeit beibehalten will, wäre verdammt verdächtig, denn das Buch ist einfach zu schlecht. An vieles kann ich mich nicht mehr erinnern, hier trotzdem eine kleine Inhaltsangabe:

 

Hauptakteurin Helen rasiert sich ihr von Hämorrhoiden aufgequollenes Arschloch und reißt es sich dabei gehörig ein, die blöde Fotze. In der proktologischen Abteilung des Maria-Hilf-Krankenhauses soll sie schließlich darauf warten, dass ihr - in einer Operation halbwegs repariertes - Kackloch wieder unblutigen Stuhl produziert, damit sie entlassen werden kann. Das will sie aber nicht. Warum? Weil ihre Eltern geschieden sind und sie die Hoffnung hegt die beiden durch ihren Krankenhausaufenthalt wieder zusammenbringen zu können. Klingt zwanghaft ins Buch eingebaut? Wurde es auch, weil dass was uns Helen in ihrem 200-Seiten Monolog krankes zu erzählen hat und die Maßnahmen mit denen sie ihren Aufenthalt verlängern will, zu sehr im Vordergrund stehen. Doch mit der Elternsache nicht genug, es passiert noch viel mehr nebensächliches. Die Kleine hat ein Trauma weil Mutti sich mit Sohn umbringen wollte und die arme Helen das verhindern konnte. Außerdem weiß die Kleine erst seit ihrem 18. Lebensjahr, was ihr Vater von Beruf ist. Wie kommt das? Bei mir zuhause war das eine ähnliche Situation und auf ein gesundes Vaterverhältnis lässt das gewiss nicht schließen. Könnte man doch weiter ausbauen, nicht? Wird aber nicht getan. Der Fokus bleibt auf obszönem Blabla. Achja bevor ich’s vergesse, die Schlampe verliebt sich natürlich noch in ihren Krankenpfleger, der ihr hilft, die OP-Wunde zu fotografieren, damit sie sich anschauen kann, was an ihr wie rausgeschnitten und zusammengetackert wurde. Interessanter wird’s leider nicht. Nur langweiliger und unplausibler (würde meine Tochter mit 18 Jahren solche Erfahrungen machen und dieselben Dinge tun, würde ich sie mit Stacheldraht erdrosseln).

 

Charlotte, zurück zu dir. Du hast mich enttäuscht und du hast sicherlich auch jeden enttäuscht, der sich das beschissene Buch für die 18 bzw. 15 Euro zugelegt hat (sofern er noch richtig im Kopf ist). Ich will dir gar nichts unterstellen, aber wenn du schon nicht mit gewissen Dingen kalkuliert hast, dann der Buchverlag: Sex sells. Sex sells noch mehr wenn Frau drüber schreibt. Frau schreibt über Sex und voll eklige Sachen. Frau schreibt über Sex und noch ekligere Sachen. Manuskript der Frau wird von Konkurrenz-Verlag X abgelehnt, der das ebenfalls eklige American Psycho veröffentlicht hat. Verlag Y rechnet das alles im Kopf zusammen und kommt auf eine gute sechsstellige Verkaufszahl. Frau die über Sex und voll eklige Sachen schreibt, verdient einen (nicht zu unterschätzenden) Haufen Kohle und kommt auf den phänomenalen zweiten Platz der Spiegel-Bestseller-Liste. Nebenergebnis: Roger Buscapé Nigk ist wütend!

Jeder der das Buch gut findet soll entweder erwachsen werden oder sich gleich mit einem Nutella-Messer den Kopf ins Klo schneiden und von seiner Mutter runterspülen lassen. Was’ne arschgefickte Schande! Okay, ein 18-jähriges Mädchen ist die Erzählerin. Um’s realistisch zu halten sollte das junge Ding nicht allzu viele Fremdwörter benutzen, klar. Dennoch darf man als Leser einen besseren Schreibstil erwarten, denn schreiberisch ist das Zeug so gut wie nichts wert. Man ärgert sich beim lesen zu oft über beschissene Sätze. Das ist bei meinem Blog nicht anders, ich bin ja selbst kein Überschreiber, ich will aber auch kein Geld hiermit verdienen. Sollte ich irgendwann mal ein Buch auf den Markt bringen, wird es besser geschrieben sein als das, was ich auf ZERFIGKT und meinem früheren Abgelenkt so von mir gebe, keine Angst. Da ich aber keine Frau bin, werden meine perversen Werke ohnehin nicht gekauft.

Back 2 da book Feuchtgebiete. Die einzigen Feuchtgebiete die ich hatte, waren meine Augen, weil ich für die vielen Menschen weinte, die sich diesen Müll wirklich gekauft haben. Man selbst regt sich ja immer auf dass ein Bushido, Fler oder B-Tight trotz Deppen-Rap Platten verkaufen kann und damit sogar weit hoch in die Charts kommt. Wie geht das? Weil Leute die Drecksmucke kaufen. Wer kauft das? Kinder die im Bus ihre abgefuckten Handyspeaker aufdrehen und ständig “Opfer” sagen. Trotzdem können wir froh sein, denn: Wie viele von den Kiddies kaufen wirklich und wie viele ziehen sich die Tracks einfach nur aus dem Internet? Das finde ich super dass die Kids ihre Rap-Idole auf diese Art und Weise beklauen können, ohne Schuldgefühle dabei zu haben, denn im tiefsten Inneren denken sie, dass sie ihre Helden supporten nur indem sie sie gut finden, hahaha. Bei Feuchtgebiete sieht’s dagegen anders aus. Wo gibt’s das im Internet? Kostenlose eBooks namhafter Bücher sind nicht leicht zu finden. Nicht dass ich danach suchen würde, egal ob Musik oder Bücher, was ich haben will bezahle ich auch. Oder ich leih’s mir eben von jemanden aus und geb’s nicht mehr zurück. Feuchtgebiete konnte ich allerdings nicht schnell genug zurückgeben, so unwohl war mir. Für alle die masochistisch sind, leiht euch das Ding in ner kostenlosen Stadtbücherei aus oder fragt einen Freund der sich das Teil unglücklicherweise besorgt hat. Halt, ich will noch schnell was aufgreifen bevor ich mich wieder ein wenig genauer auf Feuchtgebiete beziehe: Kinder kaufen Mistmusik und schieben sie damit die Chartplätze hoch. Wie ist das mit dem Buch? Kinder kaufen doch keine Bücher und wenn, dann kein Feuchtgebiete weil sie sich gar nicht erst trauen im Laden danach zu fragen. Und über Internet-Versand ist es normalerweise bis zu einem gewissen Alter nicht einfach sowas an den Eltern vorbeizuschleusen. Damit gehe ich davon aus, dass die Käufer welche den zweiten Platz auf der Spiegel-Bestsellerliste zu verantworten haben, zum Großteil voll schuldfähig sind. Stellt euch mit dem Gesicht zur Wand auf und lasst euch von Autoren die den Erfolg wirklich verdient hätten, ins Genick schießen! Mit der Erlaubnis dieser Autoren würde ich gerne mitschießen und helfen die Leichen nach Geld abzusuchen, von dem wir Buchanbieter bezahlen, damit sie aufhören Feuchtgebiete zu verkaufen…

 

Harte Literatur liebe ich über alles, wenn sie intelligent ausformuliert ist, mich beim lesen inspiriert und zum nachdenken anregt. Dein Buch, Charlotte, versagte in jedem Punkt und nicht nur dort. Dein Hauptcharakter ist mir sehr unsympathisch. Er erinnert mich an ein kleines dickes Punker-Mädchen, von Pickeln übersäht, extrem stinkend und hässlich. An eines dieser Mädchen dass mich im Armdrücken schlagen könnte. Sehr unsympathisch. Ist sie demnach eine Anti-Heldin? Nein, sie sieht sich als Revolutionärin, als unser aller Heiland, besonders als der der Frauen. Die Waffe wird gegen Hygiene-Fanatiker gerichtet und oft genug wird dabei auf den gesunden Menschenverstand geschossen. Was das bringen soll? Nix. Das Buch hat sehr gute Ansätze, die werden aber schon im Ansatz zerstört. Charlotte Roche, ich spreche zu dir, lies was ich schreibe! Hättest du mir das Manuskript vorher gegeben, ich hätte es umgeschrieben und beide Parteien befriedigt: Die, denen es nach Perversion dürstet und die, die eine neue Lebenssicht oder Bestätigung in ihrem Denken haben wollen. Wie viel ich hätte beitragen können! Ich hätte sogar darauf verzichtet auf dem Cover zu stehen, ich wäre für dich der Ghostwriter eines Ghostwriters gewesen.

Weißt du die Szene mit dem Gas? Helen’s Rückblick auf den Selbstmordversuch ihrer Mutter. In meiner Familie hatten wir etwas vergleichbares und ich hätte dir viel erzählen können. Dann das mit der Rebellion gegen Hygiene-Fanatix. Meine Oma ist so eine und in meinem Freundeskreis befinden sich vereinzelt ein paar Eltern die ähnlich sind. Das heißt, es wäre mir ein persönliches Anliegen gewesen, falsche Hygienevorstellungen mit einem literarischen Molotow-Cocktail brennen zu lassen. “Falsche Hygienevorstellungen”, wohlgemerkt! Vieles dass du in deinem Buch als unnötig hinstellen willst, ist alles andere als unnötig. Wo willst du uns da neue Denkansätze bescheren? Durch deine krassen Ausschweifungen bewirkst du genau das Gegenteil! Darüber hinaus scheinst du mir falsche Vorstellungen von der Liebe zu haben. Jedenfalls vermittelst du falsche Vorstellungen. Vieles in deinem Erstlingswerk wirkt einfach unecht, so comic-artig und verblödet. Das hätte nicht sein müssen. Wie dem auch sei, Charlotte, ich weiß du magst Analverkehr und stehst auf natürliche Gerüche. Ich werde zu einer deiner Vorlesungen gehen. ein Date mit dir klarmachen und dich nachher im Bett schön kräftig anpupsen. Du zeigst mir danach deinen Trick mit dem Zahn und ich zeig dir meinen Trick mit dem Dick. *hochschmeiß* Bis dahin: lern lesen! Was ich bisher von dir gehört habe war grottenschlecht betont.

 

Herr Willemsen, an Sie möchte ich mich noch kurz richten. Auch wenn sie mein Namensvetter sind, sie können nicht nüchtern gewesen sein als sie ihre Meinung über das Buch veröffentlichen ließen. Ich zitiere:

»Radikal, drastisch und ebenso zart. Ich erinnere mich nicht, ein Debüt-Manuskript in der Hand gehabt zu haben, so sicher, so mutig und so voller Gegenwart wie dieses.«

Erstens ist das etwas, was man hinter jedem Bukowski-Buch lesen kann. Zweitens, ist es im Gegensatz zu Bukowski, totaler Blödsinn! Haben Sie das Manuskript nur in der Hand gehalten oder auch gelesen? Ich kenne Sie nicht, weiß nicht was Sie tun oder taten. Wikipedia sagt mir gerade dass sie eigentlich etwas von Literatur verstehen müssten. Karten auf den Tisch, was hat ihnen Charlotte für dieses tolle Lobgesang angeboten? BJ? HJ? TJ? Obwohl ich Sie nicht kenne, Herr Willemsen, habe ich schon jetzt jeglichen Respekt vor Ihnen verloren, denn selbst ich sage es meinen Freunden ehrlich ins Gesicht, wenn sie mit irgendwas beschissenem daherkommen.

 

Fuck it. Let’s keep it real, my brothers and sisters. Und das Buch bloß nicht kaufen!

 

Euer Roger, der viel zu lange nichts von sich hat hören lassen, euch aber immer noch ganz doll lieb hat…

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Thema: disrespects

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28 Kommentare

  1. Du hast ja auch alle Zeit der Welt, was?
    Des les ich mir jetz aber net durch, dassd es weißt :)

  2. 2
    Roger B. Nigk 
    Donnerstag, 17. April 2008

    Bei meinen eMails beschwerste dich nich wegen der Länge. Und bei etwas anderem auch nicht… ;-)

    Irgendwann wirst du es dir durchlesen um einen kleinen Teil deiner Sehnsucht nach mir zu stillen, wenn ich mich wieder wochenlang nicht blicken lass, weil ich beruflich Drogendealer in Rio erschieße.

  3. 3
    Killah Priest 
    Donnerstag, 17. April 2008

    Don’t blame it on da sunshine!
    Don’t blame it on da moonlight!
    Don’t blame it on da hood-times!
    Blame it on da BJ’s!

    (oder so ähnlich)

  4. ganz meine Meinung, herr nikg

  5. Hab ihn ganz gelesen und finde den Artikel hervorragend! Scheißbuch, Scheißeinstellung, Scheißfreunde hat die liebe Roche da! Letzteres von Ihnen auch schön rausgearbeitet, obwohl ich die Stelle, wo Sie sie anpupsen und schließlich Zähne und Dicks durch die Luft fliegen auch prima finde! Übrigens: Um ebenfalls dem Patriarchat abzuschwören, wasche ich mich nun nicht mehr vor dem Geschlechtsverkehr und rasier mir – und stutz auch nix mehr! – das Schaamhar! Dann kann die Damenwelt es gleich als Zahnseide benutzen… (kann es sein, das die Roche diese Wanderparandontose und den Zahnausfall daher hat, dass sie sich die Zähne nicht putzt? So aus Gleichstellungsgründen??)

  6. 6
    Roger B. Nigk 
    Montag, 21. April 2008

    Hallo Lisa! Du hast tapfer auf die Buchkritik gewartet, dafür ein liebes Dankeschön an dich. Freut mich dass ich deine Meinung bestätigen konnte. Das zeigt mir, dass ich mit meinem Blog-Beitrag nicht unbedingt falsch liege. Ach und nenn mich doch Roger, sonst fühl ich mich so alt :)

    Mr. Lesebrille, ich hoffe sie benutzten vorher ein gutes Putztuch um den Artikel zu lesen. Ich weiß wie anstrengend das mit einer schmutzigen Brille sein kann.
    Hoffen wir mal dass die Frauen durch unsere Nachahmung bemerken, dass wild wucherndes Schamhaar und Genitalherpes nicht unbedingt jedermanns Fall ist. Irgendwie find ich diesen Schönheitswahn ja auch bescheuert. Frauen sollten ein bisschen lockerer werden. Ich würd auch ner Tussi mit zusammengewachsenen Augenbrauen ins rechte Auge spritzen. Das heißt aber nicht dass man sich von dieser Bequemlichkeit, die aus der Einsparung oder dem Weglassen von Körperpflege entstehen kann, die Zügel entreißen lassen soll.

  7. Also der Inhalt dieser Kritik ist gut, entspricht auch meiner Meinung jedoch darf man an andere Menschen keine Kritik äußern wenn man selbst eine “achso beschissene” Artikulation pflegt…
    Mit “Hurensohn” oder “Back to da Book” war das lesen der ritik für mich dann auch vorbei.
    Netter Versuch aber fang mit deiner Zeit was sinnvolleres an!!!

  8. 8
    Roger B. Nigk 
    Dienstag, 20. Mai 2008

    Was soll ich denn mit meiner Zeit sinnvolleres anfangen? Auf dein Kommentar antworten? Ich tu’s mal schnell.
    Ich finde, dass ich mir durchaus die moralisch vertretbare Erlaubnis geben kann, Kritik zu äußern, da ich mit meiner nicht immer ganz feudalen Artikulation – so wie du sie auch in diesem Blog-Beitrag entdeckt hast – niemanden das Geld aus der Tasche ziehen will, im Gegensatz zu Frau Roche.
    Wenn du es nur bis zu “Back 2 da book” geschafft hast, bist du ja nicht sonderlich weit gekommen. Hättest du nämlich mal etwas genauer gelesen, hättest du bemerkt, dass ich nicht die Gossensprache an sich kritisiere, sondern vielmehr das fehlende schriftstellerische Können (Preis-/Leistungsverhältnis für mich damit 0), ABER AUCH VOR ALLEM den FEHLENDEN INHALT und den darfst du mir im Großen und Ganzen bei meinen Blog-Beiträgen nun wirklich nicht vorwerfen (siehe u. a. auch nigk.blogspot.com).
    Ich verlange von meinen Lesern mehr in meinen Worten zu sehen als das perverse und brutale. Frau Roche verlangt dass der Leser seine Exkremente verschleudert und sich auf ihr Buch einen runterholt. Natürlich habe ich komplett sinnfreie Beiträge voller Vulgärausdrücke, aber selbst die sind künstlerisch noch um einiges wertvoller als zehn Feuchtgebiete. Und jetzt habe ich wieder Zeit verschwendet obwohl ich das – wie in meinem Blog-Beitrag vom 16.05.2008 erwähnt – doch eigentlich lassen wollte. Aber vielen lieben Dank für dein Kommentar. Wir können dieses Gespräch ruhig fortsetzen, ich unterhalte mich gerne mit netten Menschen. Deine drei Ausrufezeichen provozieren mich jedoch irgendwie, weswegen ich mich frage ob du wirklich so nett bist, wie ich zuerst dachte.

  9. hey lolli du lutscher!!! in heddesheim jeder so prüde??? gab in muckensturm nen feuchten bj für drei kippen… geile schlampen… an welchem bordstein stehst du vielleicht komm ich!!!

  10. 10
    Roger B. Nigk 
    Mittwoch, 21. Mai 2008

    Mann, Klappe zu! Vertreib doch den Kerl bzw. die Tussi nicht bevor er/sie mir antworten kann.

  11. 11
    Divi Konji 
    Freitag, 23. Mai 2008

    Hahahahahahaahhahahahahahahahahahahaha

    wie geil ist das denn?

    hab mir die kake erzählen lassen (heute!) und nach Comments im web dazu gesucht.
    der buchinhalt hört sich nicht nach einem literarischem meisterwerk an, trotzdem treibt mich etwas meine zeit hier zu verschwenden(ähm, wahrscheinlich weil ich lernen muss….hmmmm?)….der buchinhalt hört sich eher nach einer nicht unbedingt fiktionler ausgeburt, im rahmen einer autorenbiographischen (sry Innen) postpubertären-krisen verarbeitungsphase, welche eine bad- orientierungslose gestörte hervorschöpfte und immer sind die eltern schuld. wahrscheinlich kam der charlotte die idee beim kaken oder so…da löste sich wohl was.haha

    eine sache verstehe ich jedoch nicht (aber ich will es auch nicht lesen!!!!!!!!). wenn die helen oder wie sie heisst, nichts von hygiene hält, warum rasiert sie sich ihr arschloch?
    dann haben doch nach dem analakt die klabusterbären keine überlebenschance mehr…und das geht gar nicht.
    fragen über fragen……welche mich quälen.
    aber hey an dich roger…geiler kommentar, ich hab gelacht.
    greets

  12. 12
    Roger B. Nigk 
    Sonntag, 25. Mai 2008

    Grüß dich Divi und vielen Dank für dein sehr lustiges Kommentar. Das ist mir ein äußerst wünschenswertes Blogger/Leser-Verhältnis: Man bringt sich gegenseitig zum lachen. So soll’s sein! :)
    Geht mir übrigens genauso, dass ich allmöglichen Scheiß mach, nur um nicht lernen zu müssen. Stell dir vor wie viele kluge Köpfe und Weltverbesserer unsere Generation hervorbringen würde, gäbe es keine Ablenkung durch dieses verfickte Internet.

    Du bringst einen sehr guten Ansatz mit dem Arschloch rasieren. Falls ich mich recht entsinne bekommt sie ihre erste Rasur von einem Fremden der die Fetischrolle des ehrenamtlichen Fotzenfrisörs verkörpert, kurz nachdem sie grade mal ein paar oberflächliche Sätze mit ihm gewechselt hat. Im Rahmen dessen möchte die verdorbene Schlampe natürlich von dem Kerl ordentlich durchgenudelt werden, klar, aber warum rasiert sie sich nachher noch weiter? Auswendig kenn ich das Buch nicht, lesen möcht ich’s auch nicht nochmal, doch ich wette dass sich die gute Charlotte da nen Sinnfehler erlaubt hat (wie so oft in dem Buch).
    Weiß wer mehr? Bitte mich am besten hier in einem Kommentar wissen lassen.

  13. sehr amüsant geschrieben! werd mir das buch bei gelegenheit mal geben lassen. vermutlich wird meine kritik ähnlich ausfallen wie deine.
    grüsse aus der schweiz

  14. 14
    Roger B. Nigk 
    Donnerstag, 12. Juni 2008

    Hallo Luk! Fettes Merci, dafür dass du meinen ewig langen Blogeintrag durchgelesen hast, das ist mir viel wert.
    Sehr schön, gib bloß kein Geld für das miese Ding aus und lass es dir von jemand anderen geben. Vielleicht kannst du uns am Ende ja dann sagen warum die gute Helen sich das Arschloch rasiert, wenn sie doch voll gegen Hygiene ist. Wäre auch cool eine kleine Kritik von dir lesen zu dürfen. Der Digglerz-Blog ist deiner? Schreib was, ich verlink’s hier. :)

  15. Ich hab’ alles gelesen. Einmal Deinen Beitrag und vorher das Buch. Ich musste irgendwann aufhören, weil ich fast kotzen musste. Danach verfiel ich 3 Tage einem unerwarteten Waschzwang.

    Ich mochte Charlotte übrigens auch.

  16. 16
    DavidLee 
    Mittwoch, 18. Juni 2008

    Find deine Kritik sehr gut!!! Also was mich ja am meisten interessiert ob Charlotte Roche alles erfunden hat oder auch ein bisschen Wahrheit in dem Buch ist.
    Hab bis jetzt nur die wiederlichsten Stellen von Klassenkameradinen vorgelesen bekommen, aber wenn ich weiter soviel über das Buch höre gehör ich bald zu Kranken Leuten wie du es sagst die das Buch kaufen. Es ist mir egal auf welchen Platz sie nun ist oder kommt. Ich finde nur man muss erstmal etwas lesen um es zu beurteilen und sich über alles seine eigene Meinung bilden, und außerdem muss man erstmal was richtig schlechtes gelesen haben um dann auch sagen können was richtig gut ist. Das wie bei Frauen, wenn du immer schöne Frauen hattest weißt du nicht was du an den so Hamma findest, Mann muss erstmal so ne richtig Ekelbitch gehabt haben um zu verstehen was an beautiful überhaupt so beauty ist.

  17. 17
    Roger B. Nigk 
    Mittwoch, 18. Juni 2008

    Sherry, you are crazy! ;) Zum Buch auch noch meinen Beitrag? Weil ich dich durchaus sehr mag, sei es dir verziehen dass du so viel Zeit mit meinem Geschreibe verplemperst.
    Feuchtgebiete ist eine riesige Enttäuschung für mich gewesen. Einer Roche hätte ich so viel mehr zugetraut. Wie man sich doch in einem Menschen irren kann. Für ihren zweiten Roman wünsche ich ihr bessere Inspiration, gute Ghostwriter und vor allem eine Geschichte die den Leser durch mehr berührt, als nur Ekel und Provokation. In einem guten Buch darf es für mich ruhig pervers zugehen, aber soetwas sollte nicht der einzige Stützpfeiler sein. Naja, solange sich Geld damit machen lässt ist wohl alles legitim…

  18. 18
    Roger B. Nigk 
    Mittwoch, 18. Juni 2008

    Hallo David, danke für dein Lob.
    Charlotte Roche hat sicherlich auch aus dem Nähkästchen geplaudert, vor allem was sexuelle Erfahrungen angeht (das macht das Buch zum Großteil auch so unauthentisch weil die Hauptfigur ja erst 18 sein soll, wohingegen Charlotte mit ihren 30 Lenzen genug Zeit hatte solche Sachen zu erleben). Oder sie hat irgendwelche Fickgeschichten aus ihrem Freundeskreis eingebaut. Glaub mir, hat man mit Rockmusikern zu tun, egal ob prominent oder nicht, da kommen eine ganze Menge kranker Storys ans Tageslicht, ich weiß wovon ich spreche.
    Wenn du das Buch wirklich lesen musst, dann leih es dir bitte aus oder kauf es gebraucht. Neu gekauft geht das Geld nämlich wieder zur guten Roche und die hat jetzt genug für Scheiße bekommen.

    Dass man erstmal etwas schlechtes gelesen haben muss um sagen zu können welche Bücher gut sind, hm, da könnte man dir recht geben. Bei den Frauen allerdings nicht, meiner bescheidenen Meinung nach. Um die Schönheit einer Frau würdigen zu können, muss man sich nicht eine (Zitat) “Ekelbitch” (wie z. B. eine ECHTE Helen) anschaffen, das ist unnötig und verletzt im schlimmsten Fall die Gefühle dieser nicht ganz so hübschen Frau. Und was ist schon Schönheit? Ich kann sie nicht klar definieren, aber ich lebe lange genug auf dieser Erde um zu wissen, dass ca 80% dieser Schönheit nicht alleine mit dem Auge zu sehen ist. Erinnere ich mich an die Damen mit denen ich – besonders im letzten Jahr – so zusammenkam, sie könnten alle unterschiedlicher nicht sein, aber alle fand ich sie attraktiv. Da war das kleine Mädchen Marke Lolita, die gleichaltrige Kommilitonin Marke Freizeitmodel, die reifere Frau mit den tiefen Lachfalten, das unscheinbare Dorfmädel und viele mehr. Dünn, kräftig, klein, groß, jung, älter, blond, braun, schwarz, asiatisch, afrikanisch, europäisch, alles war vertreten und jede war für mich auf eine individuelle Art schön. Wähle Frauen nicht danach aus weil du sie ausprobieren möchtest. Wähl sie weil sie dir gefallen. Denn folgendes reicht schon:

    “Um zu verstehen was an beautiful überhaupt so beauty ist”,

    musst du mehr dein Herz als die Augen öffnen. :)

  19. ach je…

    wenn z.B. frau schmitz aus bilderstöckchen dieses buch geschrieben hätte, wäre folgendes passiert…

    - kein verlag hätte das manuskript angenommen
    - kein mensch hätte darüber gesprochen
    - keiner hätte lobeshymnen losgelassen

    und es hätte auch nix gefehlt auf dieser welt. so aber hat eine medien-hype-frau das klügste getan, was sie tun konnte und sich eines sicheren medien-hype-themas angenommen, wenn es denn von einer medien-hype-frau bearbeitet wird, sex sells, tv sells usw.

    wenn ein kleiner dicker mann plötzlich wandern und in sich geht – fehlanzeige. wenn kerkeling das tut- wow.

    wenn eine blonde frau aus buer-erkenschwick sich gedanken darüber macht, ob sie eigentlich besser am herd statt hinter der bäckerei-theke aufgehoben ist – gähn. wenn die frau tagesschau gesprochen hat – zeter und mordio.

    ich mag übrigens roche und kerkeling als medienkunstobjekte und ich wünsche beiden mit ihren weiteren büchern dollen erfolg (frau herman wünsch ich das nicht) – nur muss man das an jeder stelle noch einmal durchkauen? selbst frauenpolitisch sehe ich da keinen anlass zu, die feuchtgebiete wurden von ganz anderen schon viel früher befreit und durchlüftet!

  20. 20
    Roger B. Nigk 
    Donnerstag, 31. Juli 2008

    Grüß dich, Frank. Großes Dankeschön für dein Kommentar.

    Ich muss dir recht geben auch wenn das im Grunde genommen sehr traurig ist (nur dass du der Roche weiter Erfolg wünschst mit ihren Büchern … please … das unterschreibe ich nicht, mein Bester ;) . Wir Normalos haben damit ja schon immer in unserem Leben zu kämpfen, heutzutage nur etwas verstärkter: Der Freund des Sohnes eines großen Unternehmers wird natürlich auch mit einem sehr schlechten Quali den Mittlere-Reife-Job bekommen während ein anderer theoretisch mit gutem Abitur dafür abgelehnt wird. So ist das einfach überall. Man muss wer sein um was zu bewegen. Im Vorteil ist wer bewegende Freunde hat (oder eben Promi ist). Gegenwärtig würde es ja nicht mal mehr reichen ein herausragendes Talent zu sein. Man braucht Glück, nicht mehr und nicht weniger. Der Typ beim Buchverlag der die eingeschickten Manuskripte das erste Mal durchfiltert muss nüchtern sein (nur dann ist gegeben dass er nicht alle wegwirft ohne mal kurz reinzusehen), dann darf die heiße Schnalle vom Nachbarbüro nicht ihren roten Mini-Rock tragen damit er nicht ständig bei ihr abhängt usw. Wie gern ich dieses ganze Thema jetzt gerne in Worten vor mir ausbreiten möchte. Ah, ich spüre diese Schreibwut in mir, ich muss mich zügeln … ich könnte mich über die fuckin’ Ochsenknecht-Söhne auskotzen … ober über alle anderen die mit Null-Plan einen Major-Label-Vertrag bekommen … egal, wozu aufregen.

    Kerkeling, ein gutes Beispiel. Hätte ein kleiner dicker Mann was geschrieben, richtig, wäre uninteressant. Trotzdem bin ich mit Kerkeling nicht ganz unglücklich. Ob er jetzt Ghostwriter hatte oder nicht, ob alles in seinem Buch so passiert ist, mir egal. Habe das Buch nicht gelesen sondern nur kurz bei meiner Tante durchgeblättert. Jedenfalls erkennt man seine Worte und seinen Humor in den Zeilen. Außerdem finde ich, dass sein Buch durchaus Gehalt haben könnte, Lebensweisheiten, Denkanstöße und viel Inspirierendes. Ich sage “könnte”. Ich muss es lesen um beurteilen zu dürfen. Dafür hätte ich geldloser Penner zwei Bezugsquellen: Freundin und eben Tante. Mal schaun wann ich Zeit und Lust hab.

    Ob die Feuchtgebiete schon von ganz anderen viel früher befreit und durchgelüftet wurden, hm, ich denke nicht ganz. Roche hat eine gute Lücke entdeckt. Sie greift nämlich (meiner Meinung nach) hauptsächlich zu hohe Hygienevorstellungen an, nur eben zu überzogen und dumm als dass man ihr zustimmen könnte. Hygiene ist notwendig um ein Zusammenleben auf engstem Raum gewährleisten zu können. Und es wird ja auch ständig und überall darüber gepredigt, über die Sauberkeit. Dass dabei einige aber den Boden überspannen und wirklich kein beschissenes Staubkorn mehr durch die Luft fliegen sehen können ohne sich die nach Desinfektionsmittel riechende Hand vor Nase und Mund zu halten, ist sehr schlimm. Ich selbst z. B. habe mit Hygieneverrückten zu tun und merke immer öfters, wie dieser Mist (vor allem aus Kindheitstagen) immer mehr auf mich abfärbt und mich zum mitnickenden Hygienearschloch macht (wie oft ich mir am Tag die Hände wasche, fast schon pervers). Und jetzt seh ich unidentifizierbare Tropfen auf meiner Tastatur und möchte deswegen sofort duschen gehen. Schlimm.

    Leise Grüße an den Landeplatz der Engel. 8)

  21. 21
    Roger B. Nigk 
    Donnerstag, 31. Juli 2008

    Verdammt, wie viel hab ich den jetzt geschrieben?! Wills gar nich mehr durchlesen, bestimmt nur Blödsinn, mal wieder. Scheiß Mutterkornalkaloid…

  22. Hallo Roger B. Nigk

    Also ich habe das Buch von meiner Freundin mit heimgenommen und heute Morgen in einem Ritt gelesen, hab ja sonst nichts zu tun in den Semesterferien.
    Ich hatte auch schon viel davon gehört und bin eher etwas skeptisch da rangegangen, da ich eigentlich schon was von Hygiene halte auch wenn ich mich nicht als Fanatiker bezeichnen würde.

    Wollte anschließend mal paar Meinungen dazu lesen und bin über Übervater Google bei deinem Blog gelandet.

    Ich fand deine Kritik eigentlich ganz lesenswert, allerdings kommt sie mir doch etwas überzogen vor. So wie ein Echo auf eben diese enorme Medienpräsenz die das Buch hat(te). Als wäre es dir ein Anliegen da ein Gegengewicht zu schaffen.

    Ich bin jetzt weder ein Bücherwurm,(Hobby-)Schriftsteller -dazu fehlt mir einfach die liebe Zeit und Talent -noch bin ich mit Literaturkritik weiter vertraut und ich kann schon nachvollziehen, dass es jemanden der damit was zu tun hat nervt wenn z.B. bei Amazon einhellig der Masse nach dem Maul geschrieben wird nur weil es mal was anderes hockt bzw. nur weil selbst der letzte Depp auch mal ein Buch gelesen hat.

    Aber…kann ist das Buch wirklich so schlimm?
    Wie gesagt, Erzähltechnik, Handlungsstrang etc., ich weiß da nicht mehr drüber als ich im Deutsch-GK vor einigen Jahren gehört hab aber das ist wie wenn ich mit einem Musiker über “gute Musik” diskutiere.

    Letztendlich liegt hier doch ein stinknormales Werk vor und die Leute kaufen und lesen es wenn es sie interessiert und mögen es nachher oder mögen es eben nicht.Und es geht hier halt um die Feuchtgebiete, naja für die gibts halt nicht so viele Wörter und man spricht auch nicht unbedingt in Gesellschaft drüber.

    Der Medienhype war wirklich groß, sogar bis zu mir durchgedrungen und ich hätte mir das Buch sicher niemals selbst gekauft auch wegen der Aussicht auf das was da angeblich drinsteht.Dabei fand ich es nicht so schlecht im nachhinein.

    Gelesen habe ich vorhin ein Buch was mich einfach unterhalten hat aber nichts schockierendes. Klar, da wird manchmal übertrieben was diese Helen so alles in den Mund nimmt, was sie geil macht und wie sie Leute heimlich dazu bringt irgendwelche Körperflüssigkeiten wahrzunehmen, zu essen, was weiß ich…zum Schluss ist es halt einfach fast ein bisschen zu viel des Guten.

    Aber schockierend? Nein, da hatte ich schon ähnliche Konversationen beim Bier mit Freunden …ich glaub der Fehler -den du auch machst- ist das Buch einfach zu ernst zu nehmen.

    Die Geschichte war belanglos auch wenn das Ende für mich ein gutes Ende war.
    Der Stil… kein Stil? Aber ich fand das witzig, weil man (also ich) es einfach so noch nicht gelesen hat.

    Ich will hier wie gesagt nicht deine Kritik vernichten, auch kein Werturteil abgeben, weil ich weder belesen noch sonst wie ahnung davon habe was “gute Literatur” ist, im Gegensatz zu dir, der du wirklich Ahnung zu haben scheinst von dem was du schreibst.
    Aber für den gemeinen Leser wie mich war das einfach gute, kurzweilige Unterhaltung, halt anders als sonst.

    Ich glaube nicht, dass Frau Roche mit diesem Buch einen Preis gewinnen wollte oder eine Revolution einleiten wollte…oder hat sie das gesagt?
    Also warum gleich so vernichtend Roger B. Nigk?

    Dass so ein Buch in Schland wie wohl überall auf der Welt so einen Hype entfacht zeigt mir eigentlich nur, dass sie doch irgendwie einen Nerv getroffen haben muss…

    Dass sie ihr Buch vermarktet bzw. dass es so aggressiv ermarket kann nicht wirklich Anstoß zur Kritik sein.
    Das ist ihr Gutes Recht und es gab schon schlimmere Flops in allen Medien als Feuchtgebiete.. finde ich.

    Gruß

  23. 23
    Roger B. Nigk 
    Montag, 29. September 2008

    Ich grüße dich, Bob.

    Für mich ist es inzwischen recht schwer mich in meine Kritik zurückzudenken, aber ich versuche mal auf dich einzugehen ohne den Mist nochmal durchzulesen.

    Die Kritik kann man schon überzogen nennen, wenn man will. Ich für meinen Teil habe sie einfach aus meinem Frust heraus geschrieben, weil unsere Charly mich schlichtweg enttäuscht hat. Und ich will nicht dass Charly mich enttäuscht, weil ich Charly gut leiden kann und ich auch gerne Sex mit ihr haben möchte.

    “aber das ist wie wenn ich mit einem Musiker über “gute Musik” diskutiere.”

    Schwachsinn. Du willst mir jetzt sagen “Geschmäcker sind verschieden”, richtig? Ich rede aber nicht von meinem Geschmack, ich rede von Qualität. Außerdem hat die gute Charlotte ja eigentlich genau meinen Geschmack getroffen. Nur verhunzt hat sie’s halt.

    “Letztendlich liegt hier doch ein stinknormales Werk vor und die Leute kaufen und lesen es wenn es sie interessiert und mögen es nachher oder mögen es eben nicht.”

    Richtig erkannt. Und ich habe in meinen Blog geschrieben warum ich es nicht mag. Weil es sich als kleine emanzipatorische Revolution sieht obwohl es nicht im geringsten eine ist.

    “Der Medienhype war wirklich groß, sogar bis zu mir durchgedrungen und ich hätte mir das Buch sicher niemals selbst gekauft auch wegen der Aussicht auf das was da angeblich drinsteht. Dabei fand ich es nicht so schlecht im nachhinein.”

    Vorhin hast du was von Deutsch-GK geschrieben. Ich wusste zuerst nicht was das heißt, hab den “Übervater Google” gefragt und der sagte mir irgendwas von Gymnasium. Du warst auf’m Gym? Und fühlst dich nicht von dem Buch verarscht? Liest du ansonsten viele Bücher? Wenn ja welche? Feuchtgebiete ist ein gutes Einsteigerwerk in die Bücherwelt, für Leute die ansonsten in ihrer Freizeit nur Talk-Shows anschauen und vor dem Fernseher lautstark mitgrölen, vielleicht sollte ich das meiner Kritik hinzufügen. Nicht böse sein. Feuchtgebiete ist wirklich ein gutes Einsteigerwerk für jemanden der ansonsten gar nix liest, bis auf das Fernsehprogramm, das muss man dem Buch eingestehen und das finde ich gut.

    “Aber schockierend? Nein, da hatte ich schon ähnliche Konversationen beim Bier mit Freunden …ich glaub der Fehler -den du auch machst- ist das Buch einfach zu ernst zu nehmen.”

    Bei mehr als 1.000.000 verkaufter Einheiten sollte man dieses Buch SEHR ernst nehmen. Ich schau mir die Musik-Charts an, seh was in den oberen Rängen ist. Ich sehe die Einschaltquoten der Sender. Überall beschissenes Niveau! Versteh mich nicht falsch, ich mache mir einfach Sorgen um Deutschland. Schockierend finde ich das Buch übrigens nicht eine Zeile lang. Es ist einfach nur langweilig.

    “Die Geschichte war belanglos auch wenn das Ende für mich ein gutes Ende war.”

    Du hast auch falsche Vorstellungen von der Liebe? Wie bist du zu deiner Freundin gekommen? Noch mit dem gutem alten Zettel “Willst du mit mir gehen?” und dann ankreuzen? Es gibt nur wenige Bücher mit gutem bzw befriedigendem Ende, aber Feuchtgebiete… Okay, meine Frage von vorhin hat sich beantwortet. Du liest anscheinend nicht viel.

    “Der Stil… kein Stil? Aber ich fand das witzig, weil man (also ich) es einfach so noch nicht gelesen hat.”

    Schön. Für dich hat sich das Buch also gelohnt, freut mich.

    “Ich will hier wie gesagt nicht deine Kritik vernichten, auch kein Werturteil abgeben, weil ich weder belesen noch sonst wie ahnung davon habe was “gute Literatur” ist, im Gegensatz zu dir, der du wirklich Ahnung zu haben scheinst von dem was du schreibst.”

    Ach bitte. Ich kritisiere das Buch weil ich so gut im Schreiben bin dass meine Bücher im Deutschunterricht abgehandelt werden, yeah right. Ich hab eigentlich nichts zu sagen, das aber möglichst laut.

    “Aber für den gemeinen Leser wie mich war das einfach gute, kurzweilige Unterhaltung, halt anders als sonst.”

    Gut so. Eine Frage hätte ich dennoch: Hättest du dir das Buch gekauft? Ist deine Antwort NEIN dann hättest du dir dein Kommentar locker sparen können. Soweit ich weiß empfehle ich sogar in meiner Kritik kein Geld dafür auszugeben, sondern es sich irgendwo kostenfrei auszuleihen.

    “Ich glaube nicht, dass Frau Roche mit diesem Buch einen Preis gewinnen wollte oder eine Revolution einleiten wollte…oder hat sie das gesagt?”

    Das mit dem Preis natürlich nicht. Über letzteres können wir uns streiten. Lies dir - wie ich im Vorfeld meines Blog-Beitrags - Interviews mit ihr durch.

    “Also warum gleich so vernichtend Roger B. Nigk?”

    Weil ich so neidisch auf sie bin. Weil ich keine Perspektiven in meinem Leben habe. Weil es mir an Geld fehlt, an Sicherheit und Geborgenheit. Weil ich ihr Buch im selben Wortlaut ein Jahr vor ihrer Veröffentlichung hätte schreiben können und keinen Schwanz hätte es interessiert. Ich hätte sogar den Namen meiner Cousine druntersetzen können, hätte auch keinen interessiert. Du musst wissen dass ich ein sehr frustrierter Mensch bin der Leute gerne umbringen möchte die erfolgreicher sind als ich.

    “Dass sie ihr Buch vermarktet bzw. dass es so aggressiv ermarket kann nicht wirklich Anstoß zur Kritik sein.”

    Kann es schon. Sobald die Qualität einfach zu wünschen übrig lässt.

    “Das ist ihr Gutes Recht und es gab schon schlimmere Flops in allen Medien als Feuchtgebiete.. finde ich.”

    Gab es und über die rege ich mich genauso auf.

    Gruß zurück

    PS.: Das Angeben der eMail-Adresse ist insofern notwendig weil ich (wenn ich’s nicht vergess) Leuten meine Antwort auf ihre Kommentare per Mail schicke, wenn ich zu lange mit Schreiben warte und mir nicht sicher sein kann, dass der Angesprochene noch meinen Blog besucht. Außerdem verschicke ich gerne Spam-Mails, so von wegen “How to increase your ejaculation-volume”.

  24. 24
    Roger B. Nigk 
    Montag, 29. September 2008

    Und Bob, tut mir Leid falls ich mich in meiner Antwort ein bisschen stichig und grob ausdrücke. Bin privat bedingt ein bisschen aufgeheizt, also bitte nicht persönlich nehmen.
    Du bist in den Semesterferien? Wie lang noch und was studierst du? Bei mir gehts Mittwoch wieder los… :-(

  25. ich habs auch gelesen, nicht grade berauschend aber sich dermaßen drüber auszulassen finde ich noch lächerlicher als das Buch ansich. Am thema vorbei, die einleitung hättes auch getan. Hast du zu viel freie Zeit?

  26. 26
    Roger B. Nigk 
    Samstag, 4. Oktober 2008

    Oh, mein armes Kind hör auf zu weinen. Da, tu mal richtig schneuzen, deine Nase läuft. Und wenn Papi das nächste Mal Langeweile und zu viel Zeit hat, schreibt er keine Buchkritik in seinen Blog, sondern macht ein neues Baby mit einem vietnamesischen Hängebauchschwein und gibt dich an den Ochsenhändler mit der Augenklappe zurück.

  27. Also ich habe mir dieses Buch Feuchtgebiete aus reiner Neugier gekauft…
    Und ich muss sagen, ich bin schockiert.
    Charlotte schreibt sowas von obszön, anwiedert, und einfach (tut mir leid) assozial.
    Wenn man die gleiche Geschichte mit einer anzüglicheren Sprache schreiben würdet wäre es ja nichts schlimmes….

    Ich bin auch 18, ich bin auch relativ offen was das Thema Sex betrifft, aber ich weiß, wie ich mich gewählt ausdrücke…
    niemand will wissen, welche Körperflüssigkeiten oder keine Ahnung, charlotte mit vorliebe zu sich nimmt….

    Ich bin einfach nur angewiedert, bei manchen Stellen in diesem ”Buch” übertraf mich echt der Würgereiz…
    Furchtbar. Einfach nur anwiedernt…

    Tut mir leid, aber wenn ihr euch ein gewisses Niveau in euer Literatur wahren wollt, kauft euch bloß nicht dieses Buch….

    Mit freundlichen Grüßen Sabrina

  28. 28
    Roger B. Nigk 
    Sonntag, 21. Dezember 2008

    Hallo Sabrina. Vielen Dank für dein Kommentar.
    Tut mir Leid für dich dass du dein Geld verschwendet hast.
    Wenn du obszöne, anwidernde und assoziale Sprache an dem Buch kritisierst, so wirst du hier einige meiner Leser sehr neugierig machen. Denn oft finden aus keinem anderen Grund Leute meinen Blog, weil sie nämlich obszöne, anwidernde und assoziale Worte lesen möchten (oder sie tippen “Feuchtgebiete Kritik” in einer Suchmaschine ein). :)

    Noch was: Bitte NIE eine eMail-Adresse in Blogs, Foren oder sonstiges preisgeben, wenn sie deinen vollen Namen enthält. Du weißt nicht was für kranke Gestalten sie lesen werden und in 3 Sekunden z. B. deinen Aufenthaltsort herausfinden und wissen, dass du am 26.10. geboren bist. Lieg ich mit dem Geburtsdatum richtig? Falls nicht, bin ich mir sicher dass ich - wenn ich wollen würde - mit etwas mehr Zeit viele Dinge über dich herausfinden kann. Bitte stets misstrauisch bleiben was Internet angeht!

    Sonnige Grüße

    Roger Buscapé Nigk

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