Wie’s dazu kam (Teil 1)
Donnerstag, 28. Februar 2008 | Autor: Roger B. Nigk
Warum lieferte ich mich diesem unnatürlichen Stress des Nicht-Wichsen-Experiments aus? In den vorigen Beiträgen habe ich es schon einige Male angesprochen. Stellt euch vor ihr sitzt zu Hause, habt nichts, aber auch gar – nichts zu tun. Klar dass man da als Mann auf dumme Gedanken kommt. Und was ist geschlechtsunabhängig der Langeweile-Killer Nummer 1? Selbstbefriedigung.
Leute die mich kennen, halten mich für einen durchaus kreativen Menschen. Dass meine Kreativität bei der Autoerotik nicht endet, kann man sich denken. Ich habe schon alles mögliche ausprobiert, von Prostata-Stimulation mit den verschiedensten Hiflsmitteln, bis hin zur Penetration der unterschiedlichsten Haushaltsgegenständen. Vieles im Aufbau kompliziert, in der Effektivität jedoch die Sinne berauschend, erlaube ich mir zu behaupten, dass die Suche nach dem ultimativsten Orgasmusbringer trotzdem noch immer die eigene Hand ist. Glaubt mir, ich kenne viele Perverslinge und habe noch keinen von ihnen sagen hören, dass er täglich seinen Eumel zwischen zwei Schranktüren steckt, um durch einen technisch ausgeklügelt platzierten Playstation-3-Controller mit Dual-Shock-Funktion, zum tollsten Orgasmus der Welt zu gelangen. Das einfachste, flexibelste und zugleich zarteste was dich abspritzen lassen kann ist entweder eine Blowjob-geile Sex-Sklavin die dich abrufbereit auf Schritt und Tritt verfolgt, oder eben die eigene Hand (jeder der an dieser Stelle ernsthaft Witze über Contergan-Kinder oder Handamputierte macht, ist ein Arschloch).
Dass diese Erkenntnis keinerlei Spielraum für Abwechslung lässt, ist engstirnig gedacht. Es gibt eine riesige Anzahl an verschiedenen Bewegungstechniken die man nach belieben durchwechseln kann, die meisten mit teilweise verblüffender Wirkung. Und damit ist es noch nicht vorbei! Wie im Autorennsport der Reifenwechsel, verfügt auch der engagierte Hobby-Wichser über etwas vergleichbares. Der weiche Baumwollhandschuh der Mutter kann manchmal ware Wunder bewirken, besonders wenn sie in gerade erst frisch ausgezogen hat und er innen noch schön warm ist. Egal ob ihr euch den Pimmel in den Mittelfinger des Handschuhs reinschiebt oder euch den Handschuh anzieht, eurer abartigen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt; es muss ja nicht immer der Handschuh sein. Nur vollsauen solltet ihr nichts, denn Mütter merken sofort dass das da in ihrem (eigentlich frisch gewaschenen) BH keine Nasenrotze sein kann. Eurer Mutter wurde dieses weiße Zeug in den Körper gepumpt als ihr gezeugt wurdet, also weiß sie was das für ein Fleck ist, sei er auf dem Schrankspiegel in ihrem Schlafzimmer oder auf eurer Hose, die sie zu waschen hat. Spätestens nach der Geschmackskontrolle seid ihr unvorsichtigen Wichser grausam enttarnt!
Denkt weiter. Handcremes der unterschiedlichsten Art, (Speise-)Öle, Reiskörner, eine Bananenschale, alles kann Teil eures unchristlichen Handwerks sein. Ich kenne keinen Mann der nicht zum Künstler wird wenn es darum geht, wie er am einfachsten und intensivsten abspritzen kann. Was ihr ausprobiert muss ja nicht immer materieller Herkunft sein. Benutzt euer Hirn nicht nur zum Ausdenken neuer Wichstechniken, sondern auch mal zum Ausdenken neuer Wichsvorlagen! Wie viele von euch haben schon beim masturbieren an die eigene Mutter gedacht, weil sie sich daraus einen besonderen Kick erhofften und diesen schließlich auch bekamen. Wie viele von euch, seid ehrlich. Ich sag euch wie’s bei mir ist: Ich nicht! Meine Mutter ist tot. Das bedeutet also obwohl ich hier Sachen schreibe die in manchen Augen total abstoßend und krank sind, dass ich immer noch ethisch besser gestellt bin als ihr! Gebt zu, wenn ihr die Eier dazu hättet, würdet ihr die gleichen Dinge schreiben wie ich. Aber die hat der traurige Großteil von euch nicht, weil ihr viel zu sehr mit eurem Ödipuskonflikt zu tun habt. Macht nichts, Leute, ich mag euch trotzdem.
Wie sehr ich mal wieder abschweife, entschuldigt. Eigentlich wollte ich ja erklären wie ich auf mein dummes Experiment kam. Auf der Suche nach einer besseren “Bereifung” stieß ich wie so oft auf den Werkzeugkoffer im Keller meiner Großeltern. So kam ich auf das mit dem Schmirgelpapier, ihr wisst schon. Stinknormales Schmirgelpapier mittlerer Stärke brachte mich auf die ganze triebfeindliche Scheiße hier. Ich wickelte es um meinen Ständer und begann mit meinem bösen Ein-Mann-Spiel, raschel, raspel, raschel. Das ist das schöne daran sexuell stark erregt zu sein. Man spürt weniger Schmerz, wenn überhaupt. Zum Orgasmus kam ich natürlich nicht. Schon mal mit hartem Schmirgelpapier probiert? Ihr werdet anfänglich bestimmt ebenso eure Probleme haben. Drauf geschissen. Mein elfter Finger musste trotzdem abgemelkt werden. Ich ging nach oben ins Bad. Half nichts, half der Spiegel. Nennt mich selbstverliebt, aber sobald ich mich nackt vorm Spiegel seh, gibt es für mich kein Halten mehr. Deshalb brauch ich im Badezimmer auch immer sehr lange.
Losgewichst. Ohne Schmirgelpapier natürlich. Je steifer er wird, desto mehr spür ich’s. Irgendwas zwickt. Sei’s drum, ich wurschtel weiter. Au, das zwickt, Scheißenocheins! Ich ziehe die Vorhaut zurück und … ooooohhhhhhh, is’ das rot. Was tropft denn da? Nein, Liebestropfen sehen anders aus. Gott im Himmel, steh mir bei, MEIN SCHWANZ BLUTET! Die Eichel halb zerfetzt! Mein über alles geliebter Freund, du verblutest! Was kann ich tun?
HILFT MIR DOCH WER! FEUERWEHR!
ZUKÜNFTIG GEFÄHRDET: GESCHLECHTSVERKEHR!
HOLT ‘NEN PFARRER! ZÜNDET MIR KERZEN AN!
BETET FÜR MEIN GESCHLECHTSORGAN!
Thema: Das Experiment | Ein Kommentar




