Da denkt man dass es endlich mal wieder so weit ist den Blog mit Krankheitsgeschichten zu stopfen, schon bekommt man die traurige Botschaft: “Ja! Ich seh’s! Is’ nur’n Äderchen geplatzt.”, “Ein was?!”, “Äderchen! Da! Sieht aus wie’n kleiner Kratzer.”, “Und das kann so krass bluten?”, “Ja.”, “Okay.”, “Ich verschreib Ihnen ‘ne Salbe.”, “Danke … aber nicht dass Sie denken ich hätte da hinten was ausprobiert.”, “Nee, nee. Das kann schon mal passieren.”
In der Apotheke besorg ich mir die Salbe. Ich flirte mit zwei PTAs. Eine davon bringt mir was auf dem Rezept des Arztes steht. Salbe “Zur symptomatischen Linderung von akuten Schmerzen im Analbereich” inkl. “Analdehner”. Das steht da wirklich drauf. Na super … *lach*
Während in der Arbeit “ums Überleben gekämpft” wird, sitze ich auf der Toilette und wundere mich über die beträchtliche Menge an Blut, die ich gerade geschissen habe. Beim Abwischen staune ich nicht schlecht über den riesigen roten Fleck auf dem Klopapier, schön in Wischrichtung verteilt. Nachdem ich über den Jahreswechsel neun Tage im Krankenhaus wegen einer verschleppten Dickdarmentzündung verbrachte, nun also die nächste Darmdiktatur in meinem totalitär geführten Gesundheitszustand. Das Putzen der Schüssel wird zum wahren Kraftakt, denn viele große Spritzen sind wegen meiner erstaunten Regungslosigkeit inzwischen angetrocknet. Ich spüle zum dritten Mal, wasche mir tranceartig die Hände, verstecke mich in der Lounge und rufe bei meinem Hausarzt an.
Von einer Sprechstundenhilfe habe ich heute drei Heftchen bekommen in die ich jeweils zwei Stuhlproben von drei verschiedenen Sitzungen schmieren soll. Zur Feststellung von okkultem Blut. Okkultismus geht mir am Arsch vorbei, also kann’s gut sein, dass sie was finden werden.
Morgen Mittag habe ich einen Termin beim Arzt, damit er meinen Anus mit vier Fingern weiten und einen tiefen Blick in den Tunnel werfen kann. Bis dahin will ich die Heftchen vollhaben. Ich hätte heute schon einen Termin haben können, doch nö, ich muss arbeiten. Macht ja auch frei, oder so.
Vorhin war Heft Nummer 1 dran. Nur ein kleiner brauner Stöpsel Kacke entschlüpft mir. Ich schiebe meine Eier weg, schau zwischen den Beinen durch und sehe wie ziemlich dick Blut nachtröpfelt. 2, 3, 4 … ich seh zu wie es im Marschschritt aus dem Arsch spritzt. Ein Hitlergruß von Achtern. Anus Hitler, meinen Gastrointestinaltrakt machst du nicht zur Gaskammer! Dir werd’ ich’s tüchtig besorgen, du arschgeficktes Stück braune Scheiße!
Wie war das? An zwei verschiedenen Stellen jeweils mit einem “Spachtel” Kot entnehmen. Gut, einmal im linken Ende rumpopeln. Und einmal im Rechten. Erinnert an Schokoladeneis im Becher, das man mit einem kleinen Löffel aufschaufelt. Hmmmm, lecker. Weh tut mir nichts, komischerweise. Nur im aufsteigenden Colon drückts ein wenig. Bin gespannt was morgen rauskommt. Hinten und bei der Diagnose.
Ja, ich war im Tiefschlaf. Mit offenen Augen. Blogs die ich regelmäßig las gingen offline oder stehen nur geladenen Lesern zur Verfügung, zu denen ich mich nicht zählen darf. Irgendein Typ nannte Michel Friedman ein Arschloch was Leute wirklich zu wundern scheint. Die “Lesenswerte Blogs”-Seite in der oberen Link-Leiste von zerfigkt ist immer noch nicht geschrieben. Und mein Damm juckt wahrscheinlich noch so lange bis ich mich dazu entschließe, mich untenrum mal wieder zu rasieren.
Ich hatte und habe viel zu tun. Selbstentwicklung, -verwirklichung und -geiselung. Drei große Pfeiler in meinem Leben ohne die es nicht mehr zu gehen scheint. Selbstentwicklung: Das Selbst ein wenig aufpolieren, sich Wissen aneignen, zum interessanten Menschen werden, die Welt entdecken, eigene Fehler entdecken und sie ausmerzen oder wenigstens versuchen sich mit ihnen bestmöglich zu arrangieren. Selbstverwirklichung: An der Musik-Karriere arbeiten, Demos fertig bekommen, damit rausgehen, bei zwei Bands musikalisch aushelfen. Selbstgeiselung Teil 1: Sich in der Arbeit von oberen Instanzen schikanieren lassen und wissen, dass man die Fresse halten muss obwohl es einen innerlich zerfleischt nicht einmal mit Fäusten antworten zu dürfen. Selbstgeiselung Teil 2: Dreimal wöchentlich ins Kampfkunst-Training gehen, sich blaue Flecken holen und die Innenseiten der Wangen aufbeißen. Selbstgeiselung Teil 3: Wirklich wieder anfangen wollen hier regelmäßig zu schreiben, trotz massiven Zeitproblems. Selbstgeiselung Teil 4: Frauen lieben aber gleichzeitig auf sie scheißen. Selbstgeiselung Teil 5: Depressionen aufrecht erhalten um kraftvolle Impulse für die Selbstverwirklichung zu haben und sich damit gehörig die Selbstentwicklung versauen. Selbstgeiselung Teil 6: Mit dem Laptop neben seinem schlafenden Vater sitzen obwohl man sich lieber ein paar Internetpornos reinziehen würde. Ach, fuck it.
Das war eine Zeit, MTV Sushi, fuck yeah! Wie oft ich mir dieses Video reingezogen hab, ich weiß es gar nicht. Aber dass dem Gitarristen rechts zwischen 0:48 und 0:51 das Plektrum runterfällt, hab ich nie gesehen. *lach*
Wo die Liebe hinfällt weiß man erst wenn es zu spät ist. Und dann liegt sie vor deinen Füßen wie eine Landmine. Wie eine große Landmine. Man betritt Neuland, klettert ganz oben rauf und steht da, sieht die Welt von einem anderen Blickwinkel. Alles scheint so hell und schön. Der Druckzünder wurde durch das eigene Körpergewicht bereits aktiviert. Gleichzeitig beginnt der Zeitzünder zu arbeiten.
Jetzt sitze ich auf dieser Mine und starre melancholisch in den Sonnenuntergang. Für mich war es schwer bis nach oben zu klettern. Doch hat es sich wirklich gelohnt? Ein leichter Wind fährt mir ins Haar. Mir ist kalt. Wenn ich hier noch weiter stumm rumsitze, wird die verstreichende Zeit irgendwann meinem Leben ein Ende setzen, ohne dass ich mehr von dieser Welt gesehen hätte. Ich könnte nach Hilfe schreien. Oder ich könnte aktiv abwinken und mich von der Mine fallen lassen. PUFF … so hört man’s von weitem und eine riesige Aschewolke erstreckt sich über den Kontinent. Meine Gliedmaßen verteilen sich wie Stofffetzen die man in einen riesigen Ventilator geworfen hat. Und die Frau die ich meinte zu lieben ist Mine, Zündung und Ventilator zugleich. Du besteigst sie, machst sie an, denkst an sie, ein leichter Wind fährt dir ins Haar … und du frierst.
Wir hatten das ja schon in meinem vorherigen Blog. Ich zieh mir den Musikantenstadl im TV rein und geil mich an einer fickreifen Dreckssau auf. In einem poetischen Blog-Post voll inbrünstiger Liebesbekundungen wird dies in gebührender Weise manifestiert. Die fickreife Dreckssau sucht sich dann selbst in Google, stößt auf meinen Blog und stoßt sich an meinen zärtlichen Worten. Eine rechtlich eindeutig formulierte E-Mail fliegt in meinen Posteingang wie ein steifer Schwanz in eine Elefantenmöse beim Basejumpficken. Es stehen Leute vor meiner Haustür die mir auf’s Maul hauen wollen. Ich lege mich mit diesen Leuten an, möchte mich prügeln, zweite Arschlöcher in diese scheiß Fotzen reißen, bis meine Oma rausgerannt kommt und hysterisch weinend darum bittet, dass man mir nicht die Knochen bricht (pff, dass ich nicht lache). Soll ich’s nochmal riskieren und meine spontanen Gedanken beim Anblick von Francine Jordi niederschreiben? Obwohl da grad zwei richtig süße Pussys in Andre Rieus Chor drin sind. Aber ohne explizite Namensnennung macht’s ja auch keinen Spaß. Fuck it, ich vergnüg mich jetzt mit diesem Bild hier. Schön durch die Zoom-Funktion auf das Wesentliche beschränken und sich gepflegt die Flocken vom Gehstock schütteln. Bin so untervögelt in letzter Zeit. Ahja, geil … eingenähte Bügel im Kleid … hält alles schön oben … oooohhhhja … wirklich alles …
Schaff’s doch nicht hier noch den Eintrag zu schreiben den ich schreiben wollte. Könnt’s verstehen wenn ihr mir jetzt alle den Rücken zukehrt und nie mehr auf diesen Blog kommt. Aber is’ okay …
Ich bin nächste Woche von Montag bis Freitag wieder gezwungenermaßen internetlos. Beruflich. Bitte entschuldigen. Davor werde ich noch einen Beitrag schreiben.
Und mit Mäusen ist nicht “Geld” gemeint. Im Radio habe ich gehört, dass Frau Merkel sich hat einreden lassen, der Einzug der kleinen Nager liege an der langanhaltenden Frostperiode. Um sich der Mäuse zu entledigen, hat man nun einen Kammerjäger konsultiert. Hm, gegen die Ratten dort hat man doch auch Jahre lang nichts gemacht …